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Ein Schränkchen mit einem Defibrillator.

Kreis installiert mobile Wiederbelebungsgeräte

Im Kampf gegen den plötzlichen Herztod will der Kreis Marburg-Biedenkopf sein Netz von lebensrettender Notfalltechnik ausweiten. Bislang seien im Rahmen des Projektes „Herzsicherer Landkreis”

Im Kampf gegen den plötzlichen Herztod will der Kreis Marburg-Biedenkopf sein Netz von lebensrettender Notfalltechnik ausweiten. Bislang seien im Rahmen des Projektes „Herzsicherer Landkreis” etwa 40 dieser mobilen Geräte, sogenannte Defibrillatoren, an öffentlichen Orten wie Schulen oder Bürgerhäusern installiert worden. Nun sollen zehn weitere folgen.

Zum Projekt gehört auch eine Info- und Schulungskampagne. Denn die Geräte werden im Notfall noch zu selten von Laien eingesetzt, sagte Erich Wranze-Bielefeld, der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Marburg-Biedenkopf. „Wir müssen der Bevölkerung klar machen: Die Geräte gibt es und sie sind lebensrettend.” Zudem sei ihre Bedienung auch für medizinische Laien sehr einfach.

Öffentlich zugängliche „Defis” gibt es in vielen hessischen Kommunen. Die Geräte können Ersthelfer einsetzen, um einem Patienten mit Kammerflimmern Stromimpulse zu geben und so die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens zu überbrücken. Experten betonen aber: Die wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme bei einem plötzlichen Herzstillstand ist die sofortige und unablässige Herzdruckmassage.

(dpa)

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