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Krieg in der Ukraine trübt Stimmung in hessischer Wirtschaft

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Der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die damit verbundenen Preissteigerungen haben die Stimmung in Hessens Wirtschaft stark getrübt. Der Geschäftsklima-Index sank im Mai deutlich von 112 auf 98 Punkte und damit in den negativen Bereich, wie der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) am Mittwoch in Wiesbaden berichtete. Grundlage waren die Antworten von mehr als 2700 Unternehmen in Hessen, die vor allem für die kommenden Monate schlechte Geschäfte erwarteten.

Wiesbaden - Die Kammern sprachen sich erneut gegen ein Energie-Embargo gegen Russland aus. „Ein möglicher Lieferstopp für russisches Erdgas hätte im Laufe der kommenden Monate massive Folgen für die Wirtschaft in Hessen. Viele Unternehmen könnten von Abschaltungen betroffen sein. Zahllose Wertschöpfungsketten könnten instabil werden“, erklärte HIHK-Geschäftsführer Frank Aletter laut einer Mitteilung.

72 Prozent der Unternehmen betrachteten die steigenden Energie- und Rohstoffpreise als großes Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung. Weitere Risiken seien der Fachkräftemangel (52 Prozent) und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (51 Prozent). Die steigenden Arbeitskosten nannten 41 Prozent. Deutlich aufgehellt hat sich die Stimmung im Gastgewerbe, das besonders stark von den Corona-Beschränkungen betroffen war. dpa

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