Kündigung von Versorgungsverträgen rechtswidrig

Die Verbraucherzentrale Hessen prüft rechtliche Schritte gegen die Kündigung von Strom- und Gaslieferverträgen durch die Unternehmen Stromio Gmbh und gas.de Versorgungsgesellschaft mbH. Allein in Hessen seien davon weit mehr als 10.000 Kunden betroffen, teilte die Verbraucherzentrale am Donnerstag mit. Aus ihrer Sicht seien die Kündigungen rechtswidrig.

Frankfurt/Main - Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der Strom-Discounter Stromio seine Lieferungen unter Verweis auf eine „Preisexplosion an den europäischen Energiehandelsplätzen“ mit Ablauf des Dienstags eingestellt hat. Anfang Dezember hatte ein Schwesterunternehmen von Stromio, das unter den Marken gas.de und Grünwelt Gas verkauft hatte, seine Gaslieferungen an Haushaltskunden eingestellt.

Die Verbraucher würden zwar vom Grundversorger vor Ort weiter mit Strom und Gas beliefert, müssten dafür aber oft einen deutlich höheren Preis zahlen, erklärte die Verbraucherzentrale Hessen. „Es kann nicht sein, dass die betroffenen Strom- und Gaskunden auf diesem Schaden sitzen bleiben, nur weil sich Billiganbieter beim Einkauf verkalkuliert haben“, sagte Vorstand Philipp Wendt. dpa

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