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Feuerwehrleute heben eine Statue des türkischen Präsidenten Erdogan mit einem Kram vom Platz.

Kunst

Kuratoren der Biennale kritisieren Abbau von Erdogan-Statue

Die Kuratoren der Wiesbaden Biennale haben den schnellen Abbau der vier Meter hohen Statue des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Hessens Landeshauptstadt deutlich kritisiert.

Die Kuratoren der Wiesbaden Biennale haben den schnellen Abbau der vier Meter hohen Statue des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Hessens Landeshauptstadt deutlich kritisiert. Die Sicherheitsbedenken der Stadt und der Ordnungskräfte würden zwar respektiert, erklärten Maria Magdalena Ludewig und Martin Hammer am Mittwoch in Wiesbaden. „Die Aneignung des öffentlichen Raumes durch politische Kunst und ihr Schutz ist jedoch ein ebenso hohes Gut.”

Die Stadt habe die hohen Kosten für die dauerhaft notwendige Anwesenheit der Polizei vor der Kunstinstallation angeführt. „Gleichwohl möchten wir hier in aller Entschiedenheit die Frage nach dem Preis und der Freiheit der Kunst stellen”, betonten die beiden künstlerischen Leiter des Kunst- und Theaterfestivals Biennale. „Was sind wir bereit auszugeben für Veranstaltungen und Anlässe wie etwa den geplanten Staatsbesuch des türkischen Präsidenten, der mit militärischen Ehren empfangen werden wird, oder auch jedes erdenkliche Fußballspiel am Samstagnachmittag?”

Die goldene Statue von Erdogan war am späten Dienstagabend aus Furcht vor Ausschreitungen von der Stadt Wiesbaden wieder abgebaut worden. Sie sei im Rahmen des Festivals als ein Statement für die freie Meinungsäußerung aufgestellt worden, hatte der Wiesbadener Staatstheater-Intendant Uwe Eric Laufenberg die Aktion erklärt.

(dpa)

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