Intensivstation
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Eine Pflegekraft steht auf einer Intensivstation in einem Zimmer und bedient eine Herz-Lungen-Maschine.

Lage auf den Intensivstationen stabilisiert sich

Die Lage auf den hessischen Intensivstationen hat sich stabilisiert - die Frage ist für wie lange. „Wir behandeln aktuell in Hessen konstant um die 300 Intensivpatienten mit Covid-19 und etwas über 800 auf Normalstationen“, sagte Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Frankfurt. „Das betrachten wir mittlerweile als einen Zustand, mit dem wir im Vergleich zum letzten Jahr recht gut zurechtkommen“, sagte Graf, der auch den Planungsstab stationäre Versorgung beim hessischen Gesundheitsministerium leitet.

Frankfurt/Main - „Vor vier Wochen haben wir die Entwicklung deutlich kritischer eingeschätzt als wir das jetzt sehen“, sagte Graf. Derzeit sei die Lage „stabil“. Bis Ende des Jahres könne man den Betrieb „bei konstant hoher Last“ aufrechterhalten. „Allerdings sind wir weiterhin weit entfernt von einem regulären Medizinbetrieb.“ Planbare Operationen würden verschoben, Patienten müssten an andere Kliniken verlegt werden. Das gelinge allerdings im Gegensatz zu anderen Bundesländern innerhalb Hessens. Am stärksten belastet sei nach wie vor Südhessen.

Dass sich die Situation in den Kliniken weniger zugespitzt hat als zu Beginn der vierten Welle befürchtet, liegt Graf zufolge auch daran, dass weniger Covid-19-Patienten von Normalstationen auf Intensivstationen verlegt werden müssen. „Das zeigt, dass wir mit Diagnostik und der Therapie - etwa mit Antikörpern - weiter vorankommen.“ Länger als zwei Wochen könne man allerdings nicht zuverlässig in die Zukunft blicken. Graf erwartet wie viele Experten, dass sich die Omikron-Variante im Laufe des Januars durchsetzt. „Was das für die Kliniken heißt, wissen wir noch nicht.“ dpa

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