Hobbytaucher sammeln Müll in der Lahn
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Noah Boonma hievt ein Fahrrad, das er in der Lahn gefunden hat, auf eine Plattform.

„Lahntaucher“ befreien Fluss von Müll

Eine Gruppe von Freiwilligen setzt sich im mittelhessischen Marburg für eine sauberere Lahn ein und fischt regelmäßig Abfall und Schrott aus dem Fluss. „Die Natur als Erholungsraum erhalten kann man nur, wenn man aktiv Naturschutz betreibt“, beschreibt Noah Boonma von den „Lahntauchern“ die Motivation für die Müllsammelaktionen. Seit dem vergangenen Sommer holt die Gruppe Unrat aus dem Fluss.

Marburg - Bei ihren Tauchgängen findet sie neben Plastikverpackungen immer wieder auch große Gegenstände wie Fahrräder und Einkaufswagen.

„Was wir aus dem Fluss holen, liegt da teilweise schon seit Jahrzehnten“, berichtet Student Boonma der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Fundstücken sei beispielsweise auch eine Parkuhr aus D-Mark-Zeiten.

Der Müll ist für die Flusslandschaft ein großes Problem. Grundsätzlich stelle „jegliches Einbringen von Abfall in ein Gewässer eine Verschlechterung der Gewässereigenschaften im physikalischen, chemischen oder biologischen Sinne“ dar, teilte das hessische Umweltministerium in Wiesbaden mit. „Scharfkantige Gegenstände können beispielsweise Fische und sonstige größeren Wassertiere und -vögel verletzen. Mikroplastik und Chemikalienreste können die Vitalität von Würmern, Schnecken, Muscheln oder Krebstieren beeinträchtigen.“ dpa

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