Lambrou: Afghanischen Flüchtlingen in Drittstaaten helfen

Hessens AfD-Landtagsfraktionschef Robert Lambrou hat sich dafür ausgesprochen, Hilfsgelder für die Unterbringung afghanischer Flüchtlinge in „sicheren Drittstaaten“ zur Verfügung zu stellen. Als Beispiele nannte er in einem Interview des Hessischen Rundfunks (hr) Usbekistan, Tadschikistan und Pakistan. Man könne mit demselben Geld, mit dem Menschen in Deutschland versorgt würden, vor Ort viel mehr Menschen helfen, erläuterte Lambrou in Wiesbaden.

Wiesbaden - Eine parlamentarische Anfrage der AfD-Landtagsfraktion habe ergeben, dass das Land Hessen zwischen 2015 und 2020 2,3 Milliarden Euro für Flüchtlinge gezahlt habe. „Nehmen Sie dieses Geld, helfen Sie den Menschen in den sicheren Drittstaaten um Afghanistan herum, da kommen Sie sehr, sehr weit“, sagte Lambrou dem hr.

Der AfD-Fraktionschef will nach eigenen Worten nur „in berechtigten Ausnahmefällen“ afghanische Ortskräfte von Bundeswehr und Botschaft in Deutschland aufnehmen. „Das sind die Leute, die besonders gefährdet sind. Zum Beispiel wissen wir, dass die islamistischen Taliban besonders unversöhnlich sind bei Dolmetschern“, sagte er in dem Interview. Andere Ortskräfte sollten in Nachbarländern Afghanistans in Sicherheit gebracht werden. dpa

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