Impfung
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Eine Spritze wird vor den Schriftzug „Impfung“ gehalten.

Land: Rund 50 Millionen Euro im Monat für Impfzentren

Für die 28 hessischen Corona-Impfzentren fällt jeden Monat ein geschätzter zweistelliger Millionenbetrag an. Das Land rechne nach einer vorläufigen und groben Schätzung für den Aufbau und Betrieb der Zentren mit Durchschnittskosten von monatlich rund 1,8 Millionen Euro je Einrichtung, teilte ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden mit. Entsprechend könnten pro Monat Gesamtkosten von 50,4 Millionen Euro anfallen.

Wiesbaden - Für die Abrechnung der tatsächlich entstandenen Kosten ist dem Ministerium zufolge das Regierungspräsidium Gießen zuständig.

Noch sind die Impfzentren in Hessen geöffnet. Das Land will diese aber bis spätestens Ende September schließen. Die Verabreichung der Spritzen gegen das Coronavirus liegt dann insbesondere in den Händen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Betriebsärzten.

Die Zentren waren Ende 2020 aufgebaut worden, die ersten Einrichtungen gingen dann Mitte Januar an den Start. Derzeit sind sie weit von einer vollen Auslastung entfernt. Weil mittlerweile genug Impfstoff da ist, die Nachfrage zuletzt aber gesunken ist, laufen in ganz Hessen zahlreiche mobile und niedrigschwellige Impfaktionen.

Aus Sicht des Landes haben sich die Zentren bewährt: Diese hätten gerade zu Zeiten noch knapper Impfstoffmengen für einen „gerechten und strukturierten Zugang“ zu den Schutzimpfungen gesorgt. Sie seien auch wegen der anfangs noch „erheblich erschwerten Bedingungen“ notwendig gewesen, sagte der Ministeriumssprecher mit Blick auf die „komplexe“ Logistik und den Umgang mit den Präparaten. Teils hatten diese bei extremen Minustemperaturen transportiert und gelagert werden müssen. dpa

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