Landesamt ruft zur Meldung von Bierschnegeln auf

Wirbellos, nackt und extrem selten: Experten rufen dazu auf, vor allem in feuchten Sommernächten Ausschau nach der vom Aussterben bedrohten Nacktschneckenart „Bierschnegel“ zu halten. Jede Sichtung der Schnecke mit gelblichem Körper und blauen bis blaugrauen Fühlern solle dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) gemeldet werden.

Wiesbaden - Wie das HLNUG am Montag in Wiesbaden weiter mitteilte, hat das bis zu zehn Zentimeter große Tier seinen Namen seinem liebsten Aufenthaltsort zu verdanken. Schließlich fühle sich der Bierschnegel in feuchten, alten Kellern und Gewölben und somit traditionell Bierkellern oder Vorratskellern am wohlsten. Die Nacktschnecken können aber auch in alten bewachsenen Naturstein-Mauern, in Parkanlagen oder auch in Abwasserkanälen oder Schächten, teils auch an Betonmauern vorkommen. Gehäuseschnecken sollten Sie nicht bekampfen, sonst könnten hohe Bußgelder drohen, berichtet 24garten.de*.

Durch Sanierungsarbeiten und modernisierte Hygienevorgaben sei der Lebensraum des Bierschnegels vielerorts verschwunden. „Viele ehemalige Populationen gelten als erloschen“, erläuterte der HLNUG. Da die Nacktschnecke nachtaktiv sei, werde sie möglicherweise aber auch einfach oft übersehen. In Steinau im Main-Kinzig-Kreis wurde der Bierschnegel 2019 erstmals wiederentdeckt und danach wieder nur sehr selten gesehen. Zuletzt hatte ein Familie einen Fund in einem Abfluss-Kanal in Hungen (Landkreis Gießen) gemeldet.*24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA dpa

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