Liga für Kinder fordert Beschwerdestellen für Eltern

Eltern sollen sich bei Konflikten in Kindertagesstätten in Zukunft an Ombuds- und Beschwerdestellen wenden können. Deren Einrichtung forderte die Deutsche Liga für das Kind während ihres zweitägigen Jahrestreffens in Wiesbaden.

Eltern sollen sich bei Konflikten in Kindertagesstätten in Zukunft an Ombuds- und Beschwerdestellen wenden können. Deren Einrichtung forderte die Deutsche Liga für das Kind während ihres zweitägigen Jahrestreffens in Wiesbaden. „Wie es Kindern in Kitas und Kindertagespflegestellen geht, hängt stark davon ab, wie gut die Eltern und die pädagogischen Fachkräfte zum Wohl des Kinder zusammenarbeiten”, sagte Sabine Walper, Präsidentin der Liga.

Walper, die auch Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut in München ist, ergänzte: „Dabei geht es nicht nur um einen wertschätzenden Austausch im Alltag. Ebenso wichtig sind der kompetente Umgang mit Beschwerden und Konflikten mit den Eltern bei besonderen, oft heiklen Anlässen wie zum Beispiel Verhaltensauffälligkeiten des Kindes.” Die Liga forderte außerdem die Erweiterung des Stundenkontingents der Pädagogen für sogenannte mittelbare pädagogische Tätigkeiten und die Etablierung des Kinderrechtsansatzes in Kitas.

Die Deutsche Liga für das Kind wurde 1977 gegründet und vertritt heute rund 250 Mitglieder, darunter wissenschaftliche Gesellschaften, kinderärztliche und psychologische Vereinigungen sowie Familien- und Jugendverbände.

(dpa)

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