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Linken-Chefin Wissler begrüßt NSU-Akten-Veröffentlichung

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Janine Wissler
Die Bundesvorsitzende der Linken, Janine Wissler. © Britta Pedersen/dpa/Archivbild

Die Bundeschefin der Linken, Janine Wissler, hat die Veröffentlichung von angeblichen hessischen NSU-Akten begrüßt. „Es hat mich gefreut, dass (Jan) Böhmermann die NSU-Akten veröffentlicht hat. Dafür haben wir Jahre gekämpft“, sagte Wissler am Samstag auf dem Landesparteitag der hessischen Linken in Dietzenbach in Südhessen. Sie warf der hessischen Landesregierung Geheimhaltung statt Aufklärung vor.

Dietzenbach - „Die Arbeit einer Behörde sollte vertuscht werden“, sagte sie mit Blick auf das Landesamt für Verfassungsschutz.

Wissler war vor ihrem Wechsel in die Bundespolitik langjährige Vorsitzende der Linksfraktion im hessischen Landtag.

Die Plattform „Frag den Staat“ und das „ZDF Magazin Royale“ von Jan Böhmermann hatten am Freitag nach eigenen Angaben als geheim eingestufte hessische NSU-Akten veröffentlicht. Bei dem abrufbaren Dokument handelt es sich laut Deckblatt um einen Abschlussbericht zur Aktenprüfung im Landesamt für Verfassungsschutz Hessen im Jahr 2012. Zunächst gab es keine offizielle Bestätigung für die Echtheit der Dokumente vom hessischen Innenministerium oder Verfassungsschutz.

Der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) hatte über Jahre unerkannt mordend durch Deutschland ziehen können. Die Opfer der Rechtsterroristen waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft und eine deutsche Polizistin. dpa

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