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Lufthansa-Chef optimistisch für kommende Jahr

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Lufthansa-Chef Spohr
Lufthansa-Chef Carsten Spohr spricht auf einer Bühne. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Die Lufthansa hat wieder Auftrieb unter den Flügeln. Das werde auch in den kommenden Jahren so bleiben, sagt ihr Chef. Helfen soll eine verbesserte Ausstattung der Jets.

Frankfurt/Main - Lufthansa-Chef Carsten Spohr blickt optimistisch in die Zukunft. Trotz Kriegsgeschehens und hoher Energiekosten werde der internationale Luftverkehr seinen Erholungskurs fortsetzen, sagte Spohr am Freitag in Frankfurt. Derzeit überwögen die positiven Nachrichten, wie die Öffnung Japans. Mit einer ähnlichen Entwicklung rechne er in China nach dem Parteitag der Kommunistischen Partei. Deutlich zu beobachten sei zudem die Rückkehr der Geschäftsreisenden, die neue Beziehungen zu ihren diversifizierten Lieferanten aufbauen müssten.

Lufthansa stellte am Freitag neben der ersten Boeing 787-9 in der Flotte die neuen Sitze und weitere Produktinnovationen vor, die bis 2025 in mehr als 100 Langstreckenflugzeuge eingebaut werden sollen. Das Investitionsvolumen beträgt laut Unternehmen rund 2,5 Milliarden Euro. Der Austausch von mehr als 30.000 Sitzen sei in der Geschichte des Konzerns einmalig und mache den Premium-Anspruch der Lufthansa deutlich.

Der Lufthansa-Chef bekräftigte frühere Aussagen, dass der MDax-Konzern im laufenden Jahr einen operativen Gewinn machen werde. Im Sommer habe man trotz des vergleichsweise kleinen Angebots rund eine Milliarde Euro verdient, sagte Spohr. Die Auslastung der Passagiermaschinen sei mit 86 Prozent wie in den besten Jahren gewesen. Im kommenden Jahr will Lufthansa 87 Prozent der Vorkrisen-Kapazität anbieten nach 75 Prozent in diesem Jahr. Aktuell sind laut Spohr bereits 650 der ursprünglich 750 Flugzeuge der Konzernflotte wieder in der Luft.

Lufthansa muss aber weiterhin bis 2025 warten, bis sie ihr neues Flaggschiff, die Boeing 777-9 mit rund 400 Plätzen, in Frankfurt begrüßen kann, wie Boeing-Vertreter Stan Deal bestätigte. Es sei zwar operativ schmerzhaft, wenn sich Auslieferungen verzögerten, meinte Spohr. Gleichzeitig führe die aktuelle Flugzeug-Knappheit aber dazu, dass weltweit keine Überkapazitäten angeboten werden könnten, was zu stabilen Preisen führe. „Wir sehen gesunde Jahre vor uns.“

Die in Frankfurt vorgestellte 787-9 soll am Montag in der Bundeshauptstadt auf den Namen „Berlin“ getauft werden. Sie verfügt noch nicht über die angekündigte Kabinenausstattung. Um schneller beliefert zu werden, hatte die Lufthansa fünf Boeing-Verträge der chinesischen Airline Hainan übernommen, die in der Corona-Krise abgesprungen war. Die Hainan-Kabine wurde in den vergangenen Wochen auf den Lufthansa-Stil angepasst. dpa

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