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Luisa Neubauers Buch mit Oma: Es ist nie zu spät zu handeln

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Luisa Neubauer
Luisa Neubauer, Klimaschutzaktivistin, spricht während der Frankfurter Buchmesse. © Jessica Lichetzki/dpa/Archivbild

Umweltaktivistin Luisa Neubauer (26) glaubt nach eigenen Worten nicht an einen Generationenkonflikt. „Meine Großmutter ist 89 und setzt sich mit aller Kraft dafür ein, dass eine Welt, die sie nie mehr erleben wird, lebenswert ist“, sagte die „Fridays for Future“-Aktivistin am Freitag auf dem „Blauen Sofa“ der Frankfurter Buchmesse. Oma und Enkelin haben gemeinsam ein Buch geschrieben:

Frankfurt/Main - „Gegen die Ohnmacht. Meine Großmutter, die Politik und ich“ (Klett-Cotta).

Neubauers Großmutter Dagmar Reemtsma, Jahrgang 1933, sei Aktivistin, engagierte Bürgerin und gehe auf Demos: „Sie setzt sich ein für ein Jahrhundert, das nicht mehr ihres ist.“ Es mache keinen Sinn, „darauf rumzureiten, wer jetzt was genau was nicht gemacht hat“, sagte Neubauer. „Viel eher geht's mir darum zu sagen: In keiner Lebensphase ist es zu spät für irgendwen, irgendwas zu tun.“ Für alle Generationen gelte gleichermaßen: „Hoffnung ist harte Arbeit.“

Beide Generationen machten teils ähnliche Erfahrungen. So würden die Alten wie die Jungen oft auf ihr Alter reduziert, ihnen werde die Kompetenz abgesprochen. „Zu den Jungen sagt man: Ihr habt ja keine Ahnung, ihr kennt die Welt gar nicht, ihr wisst doch gar nicht, wovon ihr redet. Und bei den Alten ist es interessanterweise ja auch so, dass man denkt: Die wissen nicht genau, worum es geht, die kennen das jetzt nicht so richtig, das macht man heute anders.“ dpa

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