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Machbarkeitsstudie zur Rheinwasseraufbereitung im Ried

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Mit einer Machbarkeitsstudie soll in den kommenden zwei Jahren ausgelotet werden, wie künftig mehr Wasser aus dem Rhein für die Grund- und Trinkwasserversorgung im hessischen Ried aufbereitet werden kann. Der Wasserverband Hessisches Ried werde hierfür prüfen, ob neben dem Ausbau des Wasserwerks Biebesheim auch eine weitere Anlage an einem anderen Standort oder die Nutzung ufernaher Brunnen in Frage kommt, teilte das hessische Umweltministerium am Donnerstag mit.

Wiesbaden - Das Land fördere die Studie mit 400.000 Euro und damit 80 Prozent der Gesamtkosten. Mit einer möglicherweise zusätzlichen Aufbereitung sollen die Trinkwasserversorgung, der Wasserverbrauch der Landwirtschaft aber auch der Wälder und Naturschutzgebiete gedeckt werden.

Aus dem hessischen Ried kommt ein Großteil des Wassers für den Ballungsraum Rhein-Main. Im südhessischen Biebesheim wird Rheinwasser abgeschöpft, aufbereitet und in den Boden geleitet, um den Grundwasserpegel zu stabilisieren - so dass wiederum aus dem Boden Wasser entnommen werden kann.

Der stellvertretende Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Hessen, Thomas Norgall, sagte: „Wir begrüßen, dass die Studie nun endlich auf den Weg gebracht wird. Die trockenen Sommer 2018, 2019 und 2020 haben gezeigt, dass der Klimawandel die Trinkwasserversorgung des Rhein-Main-Gebietes bedroht.“ Neben der Erweiterung der Gewinnung müssten endlich auch Wassersparmaßnahmen umgesetzt werden. Hierzu gehöre vor allem die systematische Nutzung von Betriebswasser. Es liege in der Verantwortung der Kommunen, die Betriebswassernutzung zum Standard der Versorgungstechnik zu machen. Großstädte sollten hier eine Vorbildfunktion wahrnehmen. dpa

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