Mahnmal erinnert an Kindertransporte zur NS-Zeit
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„Auf bald, mein Kind“ steht auf einem Mahnmal, welches an Transporte jüdischer Kinder erinnern soll.

Mahnmal erinnert an Kindertransporte in der NS-Zeit

Ein Denkmal erinnert im Frankfurter Bahnhofsviertel an die Kindertransporte während des Nationalsozialismus. Das von der israelischen Künstlerin Yael Bartana geschaffene Werk soll an diesem Donnerstag mit einem Festakt im Jüdischen Museum der Öffentlichkeit übergeben werden.

Frankfurt/Main - Das Denkmal hat die Form eines drehbaren Kinderkarussells aus den 1930er Jahren. Auf den Seiten stehen kurze Abschiedstexte wie „Auf bald, mein Kind“, „Auf Wiedersehen, Mutter“ und „Auf Wiedersehen, Vater“. Es befindet sich an der Ecke Kaiserstraße/Gallusanlage in der Blickachse des Hauptbahnhofs.

Etwa 20.000 Kinder und Jugendliche aus Deutschland und den von den Nationalsozialisten besetzten Ländern, die dort nicht mehr sicher waren, konnten mit Hilfe von Hilfsorganisationen ins rettende Ausland ausreisen - allein, ohne ihre Eltern und Familien, die sie in der Regel auch nie wiedersahen, wie das Kulturdezernat berichtet. Frankfurt war der Sammelpunkt der Rettungsaktion in Südwestdeutschland.

Die Stadt hatte 2019 einen künstlerischen Wettbewerb zu dem Thema ausgelobt. Die Kosten des Wettbewerbs, für die Errichtung des Denkmals und eine umfangreiche Publikation betrugen laut Stadt rund 300.000 Euro. dpa

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