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Mainz 05 hofft durch Derbysieg auf ruhige WM-Pause

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Bo Svensson
Der Mainzer Trainer Bo Svensson. © Thomas Frey/dpa/Archivbild

Für Mainz 05 lief es in der Bundesliga zuletzt nicht rund. Drei Pleiten in Serie gab es für die 05er, die zum Jahresabschluss ausgerechnet gegen formstarke Frankfurter ran müssen.

Mainz - Nach drei Niederlagen hintereinander droht der FSV Mainz 05 mit einer ausgesprochen schlechten Stimmung in die Winterpause zu gehen. Um dem entgegenzuwirken, ist am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) im Rhein-Main-Derby gegen Eintracht Frankfurt ein Erfolg fast schon Pflicht. Dafür ist eine starke Leistung und Rückkehr zu den eigenen Tugenden nötig, denn der Gegner vom Main ist momentan eines der erfolgreichsten Teams in der Fußball-Bundesliga.

Hinzu kommt, dass aufgrund der räumlichen Nähe etwa 10.000 Gästefans erwartet werden. Doch das ist für Mainz-Coach Bo Svensson zweitrangig. „Mein Fokus liegt auf dem, was fußballerisch auf uns zukommt, und das ist eine Menge“, sagte der 05-Trainer am Freitag. „Sie sind sehr überzeugend, sehr offensivstark und haben Qualität in allen Mannschaftsteilen.“ Vor allem die unterschiedlichen Spielertypen, die alle Räume und gefährlichen Zonen bespielen könnten, seien schwer zu kontrollieren. „Es ist diese Vielfalt im Frankfurter Spiel, die so schwer zu verteidigen ist“, erklärte der Däne.

Die blutleere und ernüchternde Vorstellung der Mainzer unter der Woche beim 0:1 auf Schalke wurde aufgearbeitet. „Von den vergangenen drei Niederlagen war es das Spiel, in dem wir am wenigsten auf den Platz gebracht haben, was uns auszeichnet. Deshalb war es so schwer zu verdauen“, sagte Svensson. Daher sei der Druck, wieder Leistung bringen zu müssen, um nicht am Ende erneut mit einem schlechten Gefühl dazustehen, hoch. „Wir haben nach dem Spiel in Schalke etwas zu beweisen“, sagte Svensson.

Personell kann er aus dem Vollen schöpfen. Wie der Kader aber letztlich aussehen wird, ließ der 43-Jährige offen. „Wir werden sehen, wer am besten passt und wer sich anbietet“, sagte Svensson. Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf kann sich Stefan Bell machen, der in Gelsenkirchen früh für Alexander Hack eingewechselt worden war und zu den ganz wenigen positiven Ausnahmen im Mainzer Team gehörte.

Präsentieren wird sich auch noch einmal Marcus Ingvartsen wollen. Der 26 Jahre alte dänische Nationalspieler wurde von Coach Kasper Hjulmand noch nicht für das WM-Aufgebot der Skandinavier in Katar berufen. Bisher hat Hjulmand 21 von 26 Spieler nominiert. Die letzten fünf Plätze werden in den kommenden Tagen vergeben. „Von daher besteht noch eine Chance für Marcus“, sagte Svensson. Will Ingvartsen diese nutzen, muss er sich gegen die Eintracht deutlich steigern. Das wäre auch ganz im Sinne von Svensson. dpa

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