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Makler: Frankfurter Umland nicht nur bei Familien beliebt

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Häuser in der Natur
Bäume und Sträucher sorgen im Vorgarten für Schatten. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn/Symbolbild

Das Homeoffice und niedrigere Immobilienpreise machen das Frankfurter Umland zunehmend attraktiv - nicht nur für Familien. Das beobachtet der Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle (JLL). „Waren es früher hauptsächlich Familien, die ins Umland gezogen sind, wählen heute auch viele kinderlose Paare und Best Ager den Weg raus aus der Großstadt“, sagte JLL-Expertin Helen Lindner am Donnerstag in Frankfurt laut einer Mitteilung.

Frankfurt/Main - Zu den Kaufinteressierten gehörten ebenfalls Menschen, die vorwiegend im Homeoffice arbeiteten und für die wenigen Bürotage einen weiteren Arbeitsweg in Kauf nähmen. „Insgesamt nehmen wir eine deutliche Diversifizierung der Käufergruppen wahr.“

Wohnen im Umland von Frankfurt wie dem Main-Taunus- und Hochtaunuskreis oder der Wetterau hat sich nach Daten von JLL kräftig verteuert. Die Spitzenkaufpreise für Neubauten im Umland seien zwischen 2019 und 2021 im Schnitt um knapp ein Viertel gestiegen. Vor allem 2021 habe es teils deutliche Aufschläge etwa in Sulzbach (plus 14 Prozent) und Oberursel (plus 12 Prozent) gegeben. „Insbesondere PLZ-Gebiete nordwestlich von Frankfurt mit guter ÖPNV-Anbindung ziehen Wohnungskäufer an. Dort werden mittlerweile Spitzenpreise von 7700 bis 8000 Euro je Quadratmeter bezahlt“, sagte Lindner. Dennoch lägen die Kaufpreise in der Frankfurter Innenstadt um 65 bis 85 Prozent über jenen in den angrenzenden Gemeinden.

Die Variante, im Umland zu wohnen und von geringeren Mieten oder Kaufpreisen zu profitieren und für die Arbeit in die Großstadt zu pendeln, gewinne immer mehr an Beliebtheit, so JLL. Frankfurt sei aber vor allem bei jüngeren Menschen ein sehr beliebter Standort. dpa

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