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Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main.

Main-Kinzig-Kreis

Mann erstochen und zerstückelt: Anklage gegen Freundin

Das Kettensägen-Massaker erinnert an einen Horrorfilm: In einem Gewaltexzess soll eine Frau im Juni in Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis) ihren Lebensgefährten mit einem langen Messer niedergemetzelt

Das Kettensägen-Massaker erinnert an einen Horrorfilm: In einem Gewaltexzess soll eine Frau im Juni in Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis) ihren Lebensgefährten mit einem langen Messer niedergemetzelt und die Leiche zerstückelt haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Hanau Anklage erhoben: wegen Totschlags, wie der Hanauer Oberstaatsanwalt Dominik Mies am Montag sagte. Als Nächstes muss das Landgericht Hanau über die Zulassung der Anklage und eine Eröffnung des Hauptsacheverfahrens entscheiden.

Der 35-jährigen wird vorgeworfen, ihren Lebensgefährten (47) mit einem Küchenmesser - Klingenlänge 19,5 Zentimeter - getötet zu haben. 31 Stichverletzungen wurden gezählt, einige davon im Rücken des Opfers. Danach soll die Frau den Leichnam mit zwei Elektro-Motorsägen in sechs Teile zerschnitten haben, sie in Mülltüten gepackt und im Badezimmer deponiert haben. Eine „bemerkenswerte Tat”, sagte Oberstaatsanwalt Mies.

Sechs Tage später wurden die Leichenteile gefunden, nachdem die Frau die Polizei informiert hatte. Sie wurde in Dortmund, ihrem Geburtsort, festgenommen. Bei der Polizei sagte sie, sie habe ihren Freund aus Notwehr erstochen. Zuvor soll er sie attackiert haben. Zur Zerstückelung gab sie an, sie habe Angst vor Entdeckung gehabt, da sie unter laufender Bewährung gestanden habe. In einer Kurzschlussreaktion habe sie die Leiche zerteilt, um die Tat zu verdecken. Die Frau saß bereits wegen Betrugs in Haft, die Reststrafe wurde Ende 2017 zur Bewährung ausgesetzt.

(dpa)

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