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Mann soll nach Messerattacke gegen Bahnfahrer in Psychiatrie

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Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Nach einer Messerattacke auf einen Trambahnfahrer und Tritte gegen Polizisten soll ein 34-Jähriger dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht worden. Über einen entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft verhandelt seit Donnerstag das Landgericht Frankfurt. Dem Beschuldigten wird unter anderem gefährliche Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zur Last gelegt.

Frankfurt/Main - Zu dem Übergriff auf den Straßenbahnfahrer kam es bereits im März 2020, nachdem der 34-Jährige von dem späteren Opfer aufgefordert wurde, seine Füße von der Sitzbank zu nehmen und den Waggon an der Endhaltestelle in Frankfurt-Höchst zu verlassen. Der Fahrer wurde mit dem Messer am Oberschenkel verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Ende November 2020 versuchten fünf Polizeibeamte, ein gegen den Mann ausgesprochenes Hausverbot in einem Wohnheim durchzusetzen. Der Beschuldigte wehrte sich mit Händen und Füßen und verletzte dabei mehrere Beamte. Anschließend wurde er vorläufig untergebracht.

Vor Gericht äußerte er sich vorerst noch nicht zu den Vorwürfen. Mehrere Zeugen schilderten jedoch die Version der Staatsanwaltschaft. Auch im Gefängnis sei er gewalttätig geworden. Eine psychiatrische Expertise geht von einer schizophrenen Erkrankung bei dem abgelehnten Asylbewerber aus. Die Strafkammer hat noch zwei weitere Verhandlungstage terminiert. dpa

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