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Das Landgericht und Amtsgericht in Frankfurt am Main.

Versuchter Totschlag

Mann wegen gewalttätiger Übergriffe auf Ehefrau vor Gericht

Gewalttätige Übergriffe gegen seine Ehefrau sowie einen Wohnungsnachbarn werden seit Donnerstag einem 38 Jahre alten Mann vor dem Landgericht Frankfurt zur Last gelegt.

Gewalttätige Übergriffe gegen seine Ehefrau sowie einen Wohnungsnachbarn werden seit Donnerstag einem 38 Jahre alten Mann vor dem Landgericht Frankfurt zur Last gelegt. Angeklagt sind zweifacher versuchter Totschlag sowie versuchte Vergewaltigung und Bedrohung. Die Anklage gliedert sich in zwei Teile: Zunächst soll der Syrer im September 2016 in der gemeinsamen Wohnung in Wehrheim (Hochtaunus-Kreis) gegen die Frau ein Messer gerichtet und „Ich töte Dich” gerufen haben. Ein Nachbar, der dem Opfer zu Hilfe kommen wollte, wurde ebenfalls mit der Waffe verletzt. Auch hier geht die Staatsanwaltschaft von einem bedingten Tötungsvorsatz aus.

Im Januar vergangenen Jahres kam es laut Anklage zu einem weiteren Übergriff in einer Flüchtlingsunterkunft in Glashütten (Hochtaunus-Kreis), wo das Ehepaar zwischenzeitlich untergebracht worden war. Mit dem Messer in der Hand soll der Angeklagte Geschlechtsverkehr von der Ehefrau verlangt haben.

Während der Angeklagte am ersten Prozesstag zu den Vorwürfen schwieg, sagte die 30 Jahre alte Frau im Zeugenstand, sie sei über längere Zeit von ihrem Ehemann systematisch gequält und erniedrigt worden. Ihr Mann habe geglaubt, sie verkaufe sich gegen Geld an andere Männer, was aber nicht stimme. Auch habe sie ihre beiden Kinder nicht vernachlässigt. Sie habe nur an der Verbindung festgehalten, um die Kinder wiederzubekommen. Sie waren vom Jugendamt offenbar in anderen Familien untergebracht worden. 

Die Schwurgerichtskammer hat vorerst zwei weitere Verhandlungstage terminiert. 

(dpa)

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