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In einer Marburger Firma ist ein Paket explodiert.

LKA rätselt

Paket explodiert in Marburg – Jetzt kommt die Wahrheit ans Licht

In Marburg explodiert in einer Gebäudereinigungs-Firma ein Paket. Dabei wird ein Mann verletzt. Jetzt kommt die ganze traurige Wahrheit zu der Tat ans Licht. 

Update, 23. April, 16.55 Uhr:Der am Donnerstag bei einer Explosion schwer verletzte Marburger Geschäftsmann hat den angeblichen Anschlag auf sich nur vorgetäuscht. Der 34-Jährige räumte bei seiner Vernehmung ein, die mutmaßliche Paketbombe selbst gebastelt zu haben. Dabei explodierte ihm offenbar versehentlich eine Kartusche mit Feuerzeugbenzin und fügte ihm die Verletzungen zu, wie die Staatsanwaltschaft in Marburg am Dienstag mitteilte. Als Motiv für das inszenierte Attentat gab der Mann familiäre Probleme an.

Der Geschäftsführer des Reinigungsunternehmens hatte zunächst angegeben, dass beim Öffnen einer Postsendung eine versteckte Paketbombe explodiert sei. Die Ermittler hatten nach eigenen Angaben an der Darstellung jedoch Zweifel, da sich der Mann in der Vergangenheit mehrfach als Opfer von Raubüberfällen, Diebstählen und Angriffen darstellt hatte. Bei seiner Vernehmung gestand der 34-Jährige, auch diese Straftaten nur vorgetäuscht zu haben.

Nach der Explosion war auch eine Postfiliale in der Marburger Innenstadt geräumt und durchsucht worden. Die Polizei wollte ausschließen, dass in einem der Postfächer noch weitere Sprengsätze lagen. Es fanden sich aber keine auffälligen Pakete.

Update, 19. April, 11.40 Uhr: Einen Tag nach der Explosion einer Postsendung in einer Marburger Firma sind weitere Details bekannt geworden. Wie ein Sprecher der Polizei am Freitag sagte, handelte es sich bei dem betroffenen Unternehmen um eine Firma im Bereich der Gebäudereinigung. Sie reinige für Auftraggeber verschiedene Gebäude. Der Geschäftsführer war bei der Explosion am Donnerstag leicht verletzt worden, wie es weiter hieß. Details zum genauen Tathergang nannte der Sprecher indes nicht.

Damit blieb am Karfreitag zunächst unklar, ob es sich bei der explodierten Postsendung um eine Nagelbombe gehandelt hatte, wie dies am Vortag von der "Bild"-Zeitung berichtet wurde. Die Behörden untersuchen weiterhin den möglichen Hintergrund, wie ein Sprecher sagte. Wegen der explodierten Postsendung und einer möglichen Gefährdung hatten Experten der Polizei am Donnerstag eine Postfiliale in der Marburger Innenstadt geräumt und durchsucht. Es hätten sich aber keine Auffälligkeiten ergeben, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Schon kurz nach dem Einsatz lief der Betrieb in der Postfiliale wieder normal weiter.

Paket in Unternehmen explodiert –Staatsanwaltschaft ermittelt

Update, 18. April, 18.44 Uhr: In einer Marburger Firma ist am Donnerstag ersten Ermittlungen zufolge eine Postsendung explodiert. Eine Person sei dabei leicht verletzt worden, die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen aufgenommen, teilte ein Sprecher der Behörde mit. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung wurde der Geschäftsführer des nicht näher benannten Unternehmens durch eine Nagelbombe verletzt. Dazu wollte sich die Staatsanwaltschaft auch auf mehrfache Nachfrage nicht äußern. Der Tathergang sei noch unklar. Hintergründe seien noch ungewiss. Weitere Details nannte ein Sprecher nicht.

Die "Oberhessische Presse" in Marburg berichtete, dass nach Informationen aus Ermittlerkreisen ein Unternehmen aus der Nordstadt betroffen sein soll. Die Firma soll der Zeitung zufolge bereits häufiger bedroht worden sein. Zur Explosion kam es am Donnerstag gegen 8.30 beim Öffnen der Sendung.

Erstmeldung, 18. April, 12.12 Uhr: Marburg - In einer Marburger Firma hat es eine Explosion gegeben. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen aufgenommen, teilte ein Sprecher der Behörde weiter mit. Die Explosion soll sich am Donnerstagmorgen gegen 8.30 Uhr beim Öffnen einer Postsendung ereignet haben. Eine Person sei dabei leicht verletzt worden.

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung wurde der Geschäftsführer des nicht näher benannten Unternehmens durch eine Nagelbombe verletzt. Dazu wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern. Der Tathergang sei noch unklar. Hintergründe seien noch nicht geklärt.

Als Reaktion auf die Explosion wurde eine Postfiliale vorübergehend geräumt. Es wurde geprüft, ob in einem dortigen Postfach der Firma weitere Gefahr lauere. Es hätten sich aber keine Auffälligkeiten ergeben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Experten des hessischen Landeskriminalamts wurden eingeschaltet.

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dpa

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