1. Startseite
  2. Hessen

Marihuana bei Unfall auf Autobahn gelandet: Prozessbeginn

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Justitia
Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Pinkelpause mit Folgen: Ein 67-jähriger Mann sowie eine 40-jährige Frau müssen sich seit Freitag wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel vor dem Hanauer Landgericht verantworten. Sie sollen 137 Kilogramm Marihuana illegal nach Deutschland eingeführt haben. (Aktenzeichen: 4436 Js 13648/21)

Hanau - Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden vor, die Drogen mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von rund einer Million Euro in einem Wohnmobil von Barcelona aus über Frankreich nach Deutschland gebracht zu haben. Das Marihuana sollen beide in einer doppelten Dachverkleidung des Wohnmobils versteckt haben.

Kurios war die Aufdeckung des mutmaßlichen Schmuggels, denn der Mann soll im Juli 2021 auf der A66 kurz nach der Autobahnausfahrt Bad Orb/Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis) auf dem Standstreifen gestoppt haben, weil er eine Pause machen und urinieren wollte. Ein vorbeifahrender Lastwagen streifte den Caravan, dabei wurde der Aufbau zerstört. Durch den Unfall wurde das in Folienschläuchen verpackte Rauschgift auf der Fahrbahn verstreut - und anschließend von der Polizei eingesammelt.

Die Anwälte der beiden Angeklagten, die in Untersuchungshaft sitzen, kündigten für den nächsten Verhandlungstag Geständnisse an. Dem Mann und der Frau drohen im Falle eines Schuldspruchs mehrjährige Freiheitsstrafen. Der Prozess wird am 7. Februar fortgesetzt. dpa

Auch interessant

Kommentare