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Angekündigter Streik im Mai: Bahn hat noch nicht alle Fahrkarten erstattet

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Der Mega-Bahn-Streik im Mai wurde abgesagt. Trotzdem konnten die Fahrgäste ihr Geld zurückfordern – noch haben es nicht alle bekommen.

Frankfurt/Berlin – Der angekündigte 50-stündige Warnstreik bei der Deutschen Bahn im Mai dieses Jahres konnte erfolgreich abgewendet werden. Allerdings konnte der Bahnverkehr trotz der Absage des geplanten Arbeitskampfes durch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) nicht sofort zum Normalbetrieb zurückkehren. Davon waren auch Bahnreisende in Hessen betroffen. Für die betroffenen Bahnreisenden wurden daher umfangreiche Kulanzregelungen getroffen.

Unter anderem kündigte die Deutsche Bahn an, dass bereits gekaufte Fernverkehrstickets in den Tagen um den angekündigten Warnstreik flexibel genutzt werden können. Außerdem wurden Sitzplatzreservierungen kostenlos storniert und die Zugbindung bei Sparpreisen und Super-Sparpreisen aufgehoben. Fahrgäste, die nicht flexibel auf die Fahrplanänderungen reagieren konnten, erhielten den vollen Fahrpreis für den ausgefallenen Zug zurück. Diese Erstattung konnte neben dem Fahrgastrechte-Formular auch über eine Kulanzregelung relativ unkompliziert über die Internetseite und App der Bahn beantragt werden.

Die Strecke zwischen der Hauptstadt und Hamburg gehört zu den wichtigsten Städte-Direktverbindungen in Deutschland. Ab August stehen hier umfangreiche Bauarbeiten an.
Die Strecke zwischen der Hauptstadt und Hamburg gehört zu den wichtigsten Städte-Direktverbindungen in Deutschland. Ab August stehen hier umfangreiche Bauarbeiten an. © Jörg Carstensen/dpa

Kulanzregelung für Bahnreisende: „Große Mehrheit“ der Anträge bearbeitet

Eine Bahnsprecherin bestätigte am Freitag (9. Juni) in Berlin gegenüber dieser Redaktion, dass die „große Mehrheit“ der im Mai eingereichten Anträge bereits bearbeitet worden sei. Sie wies aber darauf hin, dass aufgrund des „deutlich erhöhten Eingangsvolumens“ in Einzelfällen mit längeren Bearbeitungszeiten zu rechnen sei.

Das Geduldsspiel für Bahnreisende geht indes weiter: Nachdem zunächst neue Bahnstreiks so gut wie sicher waren, finden nun vom 12. bis 16. Juni erneut Gespräche zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft EVG statt. Die EVG verhandelt seit Ende Februar mit der Deutschen Bahn und Dutzenden anderen Bahnunternehmen über höhere Löhne und Gehälter für insgesamt rund 230.000 Beschäftigte. (cas)

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