Psychische Erkrankungen
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Eine Frau legt ihren Kopf in die Hände.

Mehr Ängste und Depressionen bei Jugendlichen wegen Corona

Geschlossene Kita, Home-Schooling, Kontaktbeschränkung - das war für die Kinder und Jugendlichen auch in Hessen lange Alltag in der Corona-Krise. Die Folgen dieser und weiterer der Corona-Einschränkungen machen sich bemerkbar: Probleme wie soziale Ängste und Depressionen hätten massiv zugenommen, sagte am Mittwoch Roberto Priore, Leiter der Verwaltung des Jugendamtes der Stadt Offenbach.

Offenbach - Das genaue Ausmaß der zusätzlich nötigen Hilfen müsse noch ermittelt werden. Klar sei, dass diese mittel- und langfristig angelegt sein müssten.

Sozialminister Kai Klose (Grüne) stellte Hilfen vor, die das Land Hessen bereitstellt. Dazu zählt die Förderung einer Aktionswoche im September, mit insgesamt 25.000 Euro sollen Veranstaltungen unterstützt werden, die Begegnungen unter Jugendlichen schaffen. Die hessische Auswertung einer Studie der Universitäten Frankfurt und Hildesheim habe gezeigt, dass rund zwei Drittel der 1000 Befragten unter Zukunftsängsten litten und sich fast 40 Prozent eher einsam fühlten.

Die Pandemie habe Kinder und Jugendliche stark eingeschränkt, auch in der Freizeit, sagte Klose. Die Jugendarbeit sei wichtig, um die Folgen zu überwinden. Das Ministerium verwies auf eine erhöhte Förderung für Familienzentren sowie Angebote zu Austausch, Information und Weiterbildung für Fachkräfte. Auch ein Projekt zum Thema „Jugendarbeit online“ werde gefördert. Um Jugendreisen und Kinderfreizeiten zu ermöglichen, gebe es Zuschüsse. dpa

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