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Mehr als 200 Waldbrände in Hessen

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Waldbrände in Hesse
Der Leiter des Forstamts Herborn, Jochen Arnold, steht auf einer verbrannten Waldfläche bei Haiger und Dillenburg in Mittelhessen. © Carolin Eckenfels/dpa

Brände haben in den hessischen Wäldern in diesem Jahr eine Fläche von etwa 130 Hektar geschädigt. Die Landesbehörde Hessen Forst zählte bis Anfang September rund 260 Feuer. „Das waren auf jeden Fall mehr Waldbrände als sonst“, teilte eine Sprecherin der Behörde in Kassel mit. Das zeigen auch Zahlen des Umweltministeriums in Wiesbaden: Demnach gab es 2021 in den Wäldern 29 Feuer und eine betroffene Fläche von 2,6 Hektar.

Frankfurt/Kassel - Die Trockenheit dieses Jahr war Hessen Forst zufolge ein Grund, weshalb auch bei fahrlässiger Brandstiftung - hervorgerufen etwa durch eine weggeworfene Zigarette - überhaupt erst ein Feuer entstehen konnte. „Ein trockener Wald entzündet sich nicht von selbst“, sagte die Sprecherin. Die genaue Ursache könne aber in vielen Fällen nicht ermittelt werden, da Zeugen oder Beweise fehlten.

Der überwiegende Teil der Waldbrandflächen ist laut der Forstbehörde sehr klein. „Wir gehen davon aus, das sich diese Flächen natürlich verjüngen und keine Pflanzung notwendig ist.“ Die größeren Areale werden „in Abhängigkeit der natürlich auflaufenden Verjüngung auch aktiv wiederbewaldet“.

Die Feuer können sogar Vorteile für den Wald haben: Auf kleineren Brandflächen entstehen durch die geänderten Strukturen und Lichtverhältnisse neue Nischen für Pflanzen und Tiere, die dort vorher nicht vorkamen, so Hessen Forst. „Das kann sich für ein insgesamt größeres Waldgebiet positiv auf die Biodiversität auswirken, weil für einige Jahre noch mehr Tier- und Pflanzenarten vorkommen. Im Laufe der Zeit, wenn die Flächen wieder zugewachsen sind, verschwinden aber auch die Nischen-Spezialisten wieder.“

Zu den größeren Waldbränden in diesem Jahr gehörten Feuer bei Dillenburg und Haiger in Mittelhessen. Dadurch wurde im August eine Fläche von insgesamt etwa 40 Hektar zerstört oder in Mitleidenschaft gezogen. Bis zu 1000 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen. dpa

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