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Mehr als vier Jahre Haft für falschen Flugkapitän gefordert

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Justitia
Eine Darstellung der Göttin Justitia. © Carsten Koall/dpa/Symbolbild

Im Betrugsprozess gegen einen vermeintlichen Flugkapitän hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag vier Jahre und fünf Monate Haft für den Angeklagten gefordert. Die Anklagevertreterin sah die weitaus meisten der 13 Anklagepunkte vor dem Landgericht Frankfurt als erwiesen an.

Frankfurt/Main - Der bereits 40 Mal strafrechtlich in Erscheinung getretene 56 Jahre alte Angeklagte soll sich 2020 in einer falschen Kapitänsuniform das Vertrauen gestresster Passagiere erschlichen haben - und zwar, indem er zunächst lästige Formalitäten übernahm. Danach verkaufte er ihnen billige Flugtickets „aus Beziehungen“ und kassierte jeweils 150 Euro im Voraus. Es blieb jedoch bei wertlosen Buchungsbestätigungen.

In anderen Fällen zeigte der Mann laut Anklage Hotelgästen die Stadt und verschwand im geeigneten Augenblick mit deren Gepäck. Einzelne Anklagepunkte mussten vom Gericht fallengelassen werden, weil die Zeugen nicht zur Verfügung standen. Der erwiesene Schaden verringerte sich dadurch auf knapp 4000 Euro. In dem Verfahren könnte nach dem Plädoyer der Verteidigung am 2. August das Urteil fallen. dpa

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