Flüchtlinge in Hessen

Mehr als 23 000 Flüchtlinge sind nach Hessen gekommen

Mehr als 23 000 Flüchtlinge hat das Land Hessen bislang im Jahr 2016 aufgenommen und damit deutlich weniger als 2015. Bis einschließlich November wurden 23 337 neue Asylsuchende registriert, wie das

Mehr als 23 000 Flüchtlinge hat das Land Hessen in diesem Jahr aufgenommen und damit deutlich weniger als 2015. Bis einschließlich November wurden 23 337 neue Asylsuchende registriert, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. "Wir schätzen, dass diese Zahl durch den Dezember nicht erheblich nach oben gehen wird und sich eher die Zugangszahlen der letzten Monate fortschreiben dürften", erläuterte Ministeriums-Sprecherin Esther Walter. Das Land hatte zunächst mit etwa 40 000 Asylsuchenden in diesem Jahr gerechnet.

Im Jahr 2015 hatte Hessen noch fast 80 000 Flüchtlinge aufgenommen. Im Monat Januar 2016 zählten die Behörden 6800 neu ankommende Asylsuchende, danach gingen die Zahlen stark zurück. Im Oktober wurden nur noch 875 Asylsuchende aufgenommen, im November 1137. Die sinkende Zahl der Neuankömmlinge führte auch dazu, dass das Land im Verlauf des Jahres mehrere Erstaufnahme-Unterkünfte geschlossen hat.

Für die Unterbringung, Versorgung und Integration der Flüchtlinge hat Hessen nach Angaben des Sozialministeriums in diesem 1,8 Milliarden Euro vorgesehen, 2017 sollen für die Flüchtlingshilfe 1,6 Milliarden ausgegeben werden.

Die gesunkene Zahl der Neuankömmlinge macht sich auch in den Kommunen bemerkbar. "Die Lage hat sich etwas entspannt", sagte Michael Hofmeister, Sprecher des hessischen Städtetages. Trotzdem seien die Zugänge weiterhin auf hohem Niveau und es bedeute viel Arbeit, die Menschen in die Verfahren zu bringen.

Wichtig sei, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Beschleunigung der Asylverfahren nicht nur ankündige, sondern auch durchführe. "Wir brauchen viel rascher Klarheit über den Bleibestatus der Menschen", betonte Hofmeister. Ohne diese Grundlage sei die Unterbringung und Integration von Asylsuchenden schwierig zu planen.

(dpa)

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