Fahrrad in Frankfurt
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Eine Sonnenblume blüht an einem Verkehrsschild.

Mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger gefordert

Expertinnen fordern mehr Platz an und auf den hessischen Straßen für sogenannte schwache Verkehrsteilnehmer. Damit Radfahrer und Fußgänger neben Autos sicher unterwegs sein könnten, müsse es für alle ausreichend Platz geben, sagt Katalin Saary, Vorstandsmitglied von Fuss e.V., dem Fachverband Fußverkehr Deutschland. Allerdings seien vor allem Fußwege oft zu schmal oder durch Autos, Plakate oder Außengastronomie zugestellt.

Frankfurt/Main - Somit müsse der Straßenraum in vielen Fällen verbreitert werden: „Damit dies gelingt, muss in der Regel das Parken aufgegeben werden“, sagt Saary.

Eine weitere Option sei, Fahrspuren zu reduzieren, erläutert die Professorin und Verkehrsplanerin der Frankfurt University of Applied Sciences, Petra Schäfer. „Nur dann kann die Verkehrswende funktionieren.“ Radwege und attraktive Gehwege führten neben mehr Sicherheit auch zu einer lebenswerten Stadt und zu einer Reduzierung von Luftschadstoffen.

Der ADAC Hessen fordert Alternativangebote wie mehr Parkmöglichkeiten in Parkhäusern, Quartiers- und Tiefgaragen. Außerdem sei es sinnvoll, Lieferzonen einzurichten, so dass etwa parkende Paketzusteller nicht länger Gehwege blockierten.

Die Polizei in Hessen will derzeit mit Aktionstagen für mehr Sicherheit von schwachen Verkehrsteilnehmern sorgen. Dabei liegt der Fokus neben Radfahrern und Fußgängern auch auf dem Schutz von Kindern und Senioren. Zusätzlich zu gezielten Kontrollen setze man vor allem auch auf Aufklärungsgespräche und Präventionsarbeit, erklärte das Frankfurter Polizeipräsidium. dpa

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