Mehr Polizeiseelsorge während der Corona-Pandemie

Die hessischen Polizisten haben während der Corona-Pandemie mehr seelsorgerische Unterstützung gesucht. Für die Polizeiseelsorge werde zwar keine Statistik über entsprechende Gespräche oder andere angebotene und angenommene Maßnahmen geführt, teilte Innenminister Peter Beuth (CDU) auf eine Kleine Anfrage der Linke-Fraktion in Wiesbaden mit. Grundsätzlich habe es aber im vergangenen Jahr im Zuge der Pandemie eine Zunahme von seelsorgerischer Begleitung gegeben.

Wiesbaden - Wegen der pandemischen Lage sei dabei die Zahl der Telefon-, E-Mail- und Briefkontakte zu Lasten des persönlichen Kontakts nach oben gegangen.

Psychosoziale Unterstützungsangebote zur Prävention, aber auch nach belastenden Ereignissen oder bei psychischen Erkrankungen seien seit vielen Jahren in der hessischen Polizei etabliert, erklärte Beuth. Die Angebote stünden allen Beschäftigten der hessischen Polizei offen. Das betreffe die Polizeivollzugsbeamten, Fach- und Verwaltungsbeamte, Tarifbeschäftigte einschließlich der Wachpolizei sowie die Polizeianwärter.

Der Zentrale Polizeipsychologische Dienst (ZPD) etwa unterstütze an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr mit einer Rufbereitschaft die Polizeibehörden in spezifischen Einsatzsituationen auf Anfrage. Im ZPD sind nach Angaben des Innenministers 49 Experten mit insgesamt 1930 Stunden pro Woche beschäftigt. dpa

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