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Mehren warnt vor Wirtschaftssanktionen gegen Russland

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Der Chef des deutschen Erdgasunternehmens Wintershall Dea, Mario Mehren, hat laut einem Zeitungsbericht in der Ukrainekrise vor Wirtschaftssanktionen des Westens gegen Russland gewarnt. „Mit wirtschaftlichen Sanktionen ist Menschen selten geholfen, wie die Vergangenheit regelmäßig gezeigt hat. Sie sind nicht im Interesse der Menschen in der Ukraine, nicht der in Russland, in Deutschland oder Europa“, sagte Mehren der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Kassel - Mehren, der auch Sprecher des Russland-Arbeitskreises im Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft ist, verteidigte den Angaben zufolge das für Anfang März geplante Gespräch deutscher Wirtschaftsvertreter mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin, das wegen der Zuspitzung der Ukrainekrise in die Kritik geraten ist. „Dialoge abbrechen macht unsere Welt nicht sicherer“, sagte Mehren dem Blatt. Er habe deshalb „nach heutigem Stand“ vor, an dem Gespräch mit Putin teilzunehmen.

Wintershall Dea mit Sitz in Kassel und Hamburg gilt als wichtigster deutscher Partner des russischen Staatskonzerns Gazprom. Die Unternehmen fördern in Russland gemeinsam Erdgas. Die Geschäfte von Wintershall Dea in Russland seien wichtig für Europa, sagte Mehren dem Bericht zufolge. „Wir fördern direkt an der Quelle, nicht in Schreibstuben. In Sibirien bibbern wir, damit Sie nicht frieren.“ dpa

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