Mehrere Tausend Wanderfreunde besuchen „Deutschen Wandertag“

Wegen der Pandemie fand der 120. Deutsche Wandertag in Bad Wildungen und der Region Edersee nur ein Jahr später als geplant statt. Die diesjährigen Erwartungen wurden erfüllt.

Bad Wildungen - Rund 3000 Wandersleute haben in der zurückliegenden Woche den „Deutschen Wandertag“ im nordhessischen Bad Wildungen besucht. Das teilte das Stadtmarketing der Kurstadt zur Abschlussfeier am Sonntag mit. „Der Wandertag hat unsere Erwartungen unter den besonderen pandemischen Bedingungen voll erfüllt“, erklärte die Geschäftsführerin Ute Kühlewind.

Bei den geführten Wanderungen, Stadtführungen und Gesundheitswanderungen hätten jeweils maximal 15 Menschen teilnehmen können. Unter dem Motto „Wild.Bunt.Gesund“ hatte es seit Mittwoch ein coronabedingt abgespecktes Programm gegeben. Der Deutsche Wandertag gilt als weltweit größtes Wanderfest. Im vergangenen Jahr war er wegen der Pandemie verschoben worden.

Der Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium, Jens Deutschendorf (Grüne), erklärte: „Die Folgen der Corona-Pandemie im hessischen Tourismus waren erheblich.“ Mit dem Sommer und den zunehmenden Lockerungen setze nun eine langsame Erholung ein. Hessen bietet Wanderern 2966 Kilometer zertifizierte Streckenwege sowie 2256 Kilometer Kurz- und Rundwege, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. 150 Unterkunftsbetriebe tragen das Gütesiegel „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“.

Der Präsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV), Hans-Ulrich Rauchfuß, hob das bürgerschaftliche Engagement der etwa 70 Vereine hervor, die dem DWV angehören. Ihnen sei nicht nur die Infrastruktur für die Wanderer zu verdanken, sie seien auch für viele Gesundheits- und Sportangebote sowie Naturschutzprojekte und eine lebendige Freizeit- und Tourismuswirtschaft verantwortlich.

All dies sei künftig aufgrund des demografischen Wandels ohne institutionelle Förderung allerdings nicht mehr zu leisten. Für die zuverlässige Koordinierung dieser Aufgaben, auch zwischen den Bundesländern, brauche es eine bundesweite Koordinierungsstelle und ein verantwortliches Bundesministerium, forderte Rauchfuß.

Bad Wildungens Bürgermeister Ralf Gutheil sagte, er hoffe auf ein Wiedersehen mit den vielen Wanderfreunden in der Region. Unter anderem mit über 400 Quadratkilometern Naturpark und dem flächenmäßig zweitgrößten Stausee in Deutschland sei das Gebiet rund um die Stadt das ganze Jahr über attraktiv für Aktiv-, Natur- und Gesundheitsurlaube. dpa

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