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Messerangriff auf Frau: Mann bestreitet Verletzungsabsicht

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Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. © Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Mit einem Teilgeständnis des Angeklagten hat in Frankfurt der Prozess um einen lebensgefährlichen Messerangriff auf eine 64-jährige Frau begonnen. Vor dem Landgericht räumte der 71 Jahre alte Angeklagte aus Bad Vilbel im Wetteraukreis am Dienstag ein, das Messer eingesetzt zu haben. Er habe die sieben Jahre jüngere Ehefrau jedoch nur „erschrecken“, nicht aber verletzen oder töten wollen.

Frankfurt/Main - Das Opfer könne sich vielmehr bei Abwehrbewegungen selbst verletzt haben.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem bedingten Tötungsvorsatz und damit von versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung aus. Zwischen den beiden Eheleuten hatte es offenbar seit Längerem Spannungen wegen der Eifersucht des Mannes gegeben. Ob auch bei der Auseinandersetzung am Tattag im September 2021 ein möglicher Seitensprung eine Rolle gespielt hatte, ist unklar.

Die Frau hatte bei der Tat einen tiefen Stich in den Unterbauch erhalten und musste danach in eine Klinik gebracht werden. Eine zufällig in der Wohnung anwesende Verwandte hielt laut Anklage den Ehemann von weiterer Gewalt ab. In der Wohnung hielten sich auch die fünf minderjährigen Enkel des Paares auf. Diese wohnten seit 2017 bei den Großeltern, nachdem deren Tochter von dem Schwiegersohn umgebracht worden war. Auch die damalige Tat mussten die Kinder miterleben. Die Strafkammer hat noch vier weitere Verhandlungstage bis Mitte Dezember terminiert. dpa

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