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Messerstiche im Drogenmilieu: Prozessbeginn mit Geständnis

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Justitia
Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Mit einem weitgehenden Geständnis des Angeklagten hat am Dienstag in Frankfurt der Prozess um eine lebensgefährliche Messerattacke im Drogenmilieu begonnen. Der 32 Jahre alte Angeklagte räumte sieben Messerstiche in verschiedene Körperregionen seines Kontrahenten ein. Den Ausgangspunkt aber habe der 38-Jährige gesetzt, als er ihn kurz zuvor mit einem Baustellenschild angegriffen habe, sagte der Angeklagte.

Frankfurt/Main - Die Tat ereignete sich im Mai vergangenen Jahres im Bahnhofsviertel vor einer Spielhalle. Der Schwerverletzte musste im Krankenhaus notoperiert werden. Infolge der vielen Stiche geht die Staatsanwaltschaft von einem bedingten Tötungsvorsatz aus. (AZ 3590 Js 221949/21)

Die beiden Männer kannten sich vorher nicht und trafen am Tattag offenbar zufällig aufeinander. Der Angeklagte sagte, das spätere Opfer habe ihm eine Prostituierte aufzwingen wollen, während das Opfer im Zeugenstand angab, von dem 32-Jährigen nach einer Frau gefragt worden zu sein. Für deren Liebesdienste aber habe er lediglich fünf Euro ausgeben wollen. Der Streit habe sich schließlich hochgeschaukelt.

Beide Männer standen unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen. Ein psychiatrischer Sachverständiger wird deshalb auch zur Frage einer möglicherweise eingeschränkten Schuldfähigkeit angehört. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst fünf weitere Verhandlungstage bis Mitte Juni terminiert. dpa

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