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Minister gegen neues eigenständiges Fach „Wirtschaft“

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Kultusminister Lorz
Alexander Lorz sitzt in einem Klassenraum. © Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat die Bedeutung der ökonomischen Bildung an den hessischen Schulen betont. Die Einführung eines neuen und eigenständigen Fachs „Wirtschaft“ lehnte der Minister auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion in Wiesbaden jedoch ab. Unterrichtsinhalte und zu belegende Fächer könnten mit Rücksicht auf die Belastung der Schülerinnen und Schüler nicht beliebig ausgeweitet werden.

Wiesbaden - Die Einführung eines neuen Fachs „Wirtschaft“ würde damit auf Kosten von anderen Unterrichtsinhalten gehen.

Die ökonomische Bildung sei eine fachübergreifende Aufgabe an den hessischen Schulen, erklärte der Kultusminister. Das Leitfach für diese Themen sei das Fach Politik und Wirtschaft, das an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen unterrichtet werde. Mit diesem Verbundfach werde in Hessen der Ansatz verfolgt, dass Politik und Wirtschaft in einer so engen gegenseitigen Abhängigkeit stehen, dass weder Politik ohne Ökonomie noch Ökonomie ohne Politik verstanden werden kann.

Für jedes Landesabitur werden im Rahmen des Fachs Politik und Wirtschaft Themenvorschläge für den Bereich Wirtschaft erarbeitet, teilte Lorz mit. Die Wirtschaftsthemen würden von den Schülerinnen und Schülern im schriftlichen Landesabitur oft angewählt. Rund 33 Prozent der Jugendlichen im Leistungskurs Politik und Wirtschaft sowie rund 30 Prozent im Grundkurs Politik und Wirtschaft hätten in den vergangenen Jahren den Abiturvorschlag mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt gewählt.

Insgesamt gibt es nach Angaben des CDU-Politikers 10 033 fachlich qualifizierte Lehrkräfte, die in Hessen ökonomische Bildung in den entsprechenden Fächern mit Wirtschaftsbezug unterrichten. Berücksichtigt worden seien bei dieser Auflistung berufliche Schulen, Förderschulen, Haupt- und Realschulen, Mittelstufenschulen, Gymnasien, kooperative und integrierte Gesamtschulen sowie Schulen für Erwachsene. dpa

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