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Minister Klose: Neuer Vorschlag zur Corona-Impfpflicht

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Kai Klose
Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen), hessischer Sozialminister. © Boris Roessler/dpa/Archiv

Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) wirbt für einen neuen Vorschlag für eine Corona-Impfpflicht für Menschen ab 60 Jahren. Um präventiv tätig zu sein und mit Blick auf eine mögliche neue Virusvariante im Herbst könne das Thema nicht abgehakt werden, sagte der Minister am Mittwoch in Wiesbaden. Er sehe dabei das Bundesgesundheitsministerium in der Pflicht.

Wiesbaden - „Ich halte es nach wie vor für richtig und wichtig, dass wir gerade mit Blick auf die Belastung des Gesundheitswesens auch noch mal schauen, ob das, was der Bundestag nicht hingekriegt hat, wirklich das letzte Wort ist“, betonte der Klose. Gerade die Menschen, die bei einer Corona-Infektion ein besonders hohes Risiko für eine schwere Erkrankung in sich tragen, müssten nochmals in den Blick genommen werden. „Denn das, was wir bisher über die Freiwilligkeit an Impfquote hingekriegt haben, das reicht eben nicht.“

Bei der Abstimmung im Bundestag war der Entwurf für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland zunächst ab 60 Jahren Anfang April von 378 Abgeordneten abgelehnt worden. 296 Abgeordnete stimmten dafür und neun enthielten sich. Klose erneuerte sein Bedauern über diese Entscheidung. Die Bundesländer hätten den Entwurf nach seiner Einschätzung unterstützt.

„Ich sehe auch, dass wir uns über den Sommer in der Frage des Infektionsschutzgesetzes auch noch mal neu unterhalten werden müssen“, betonte der hessische Gesundheitsminister. Denn alle wirksamen Instrument für eine schnelle Reaktion bei einer Verschlechterung der Corona-Lage im Spätsommer oder Herbst stünden derzeit nicht zur Verfügung.

Klose und der Oberarzt und Lungenexperten am Klinikum Darmstadt, Cihan Çelik, warben nachdrücklich dafür, dass in der Bevölkerung die Impfangebote zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus wahrgenommen werden. Das gelte gerade für ältere Menschen und dabei auch für eine Auffrischung der bereits bestehenden Impfungen. dpa

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