1. Startseite
  2. Hessen

Minister: Schulsystem auf Ukraine-Flüchtlinge vorbereitet

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Hessens Kultusminister Lorz
Alexander Lorz sitzt in einem Klassenraum. © Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Das hessische Schulsystem ist nach Angaben von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) gut auf die Flüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet. „Neben einer schnellen Aufnahme in spezielle Integrationsklassen verfügt Hessen seit Jahren über ein bundesweit einmaliges Gesamtsprachförderkonzept, das von der Zeit vor der Einschulung bis hin zum Übergang ins Berufsleben reicht, das Deutschlernen erleichtert und somit auch die Integration in die Gesellschaft in verschiedenen Altersstufen ermöglicht“, erklärte der Minister am Mittwoch in Wiesbaden.

Wiesbaden - Die geflüchteten ukrainischen Kinder und Jugendlichen, die bei Verwandten und Freunden in Hessen aufgenommen werden, seien schulbesuchsberechtigt. Je nach Alter sei eine möglichst schnelle Aufnahme in Vorlaufkurse in den Grundschulen (fünf- bis sechsjährige Kinder), in Intensivklassen an allgemeinbildenden Schulen (sechs bis 15 Jahre), oder Intensivklassen an beruflichen Schulen (über 16 Jahre) vorgesehen, teilte der Kultusminister mit.

Erste Anlaufstelle nach der Meldebehörde sind dafür nach Angaben von Lorz die in allen staatlichen Schulämtern eingerichteten, für die Koordination zuständigen Aufnahme- und Beratungszentren im Land.

Rund 15 000 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit eine der 912 Intensivklassen in Hessen. Während der großen Flüchtlings- und Zuwanderungswelle in den Jahren 2015 bis 2017 seien zum Höhepunkt im Mai 2017 rund 28 000 Schüler in 1400 Intensivklassen beschult worden, berichtete der Minister. Mittlerweile verfügten 6000 Lehrkräfte in Hessen über die Qualifikation „Deutsch als Zweitsprache“, die einen verstärkten Einsatz in Intensivklassen ermöglicht.

Als weitere Maßnahme wird laut Lorz auch der Flyer „Erfolgreich Deutsch lernen“ gerade ins Ukrainische sowie ins Russische übersetzt. Der Flyer informiert über das schulische Gesamtsprachförderkonzept mit seinen unterschiedlichen Bausteinen zur Deutschförderung von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache. Er soll zügig zum Einsatz kommen, um den Ankommenden den Übergang zu erleichtern. dpa

Auch interessant

Kommentare