Ministerium: Alternativen zu digitaler Pinnwand „Padlet“

Wegen datenschutzrechtlicher Bedenken gegen den Einsatz der digitalen Pinnwand „Padlet“ in Schulen sucht das Kultusministerium nach Alternativen. Es laufe ein Auswahlverfahren für ein System, das alle Kriterien erfülle, teilte das Ministerium auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Landtagsfraktion in Wiesbaden mit. Die Universität Frankfurt sei damit beauftragt worden, verschiedene Systeme zu begutachten, erläuterte ein Ministeriumssprecher.

Wiesbaden - „Die Auswertung steht bevor.“

Die Plattform „Padlet“ wird von einem US-Unternehmen betrieben. „Da in den Vereinigten Staaten die Datenschutz-Grundverordnung nicht gilt, können personenbeziehbare Daten durch das Unternehmen selbst oder Drittanbieter gespeichert und verarbeitet werden“, hatte der Datenschutzbeauftragte kritisiert. Die genauen Inhalte dieser Daten seien bislang weitgehend unbekannt.

Auch die Datenschutzbestimmungen, die „Padlet“ zugrunde lägen, entsprächen nicht den Vorgaben, „da diese nur auf Englisch abgefasst und zudem unpräzise sind“, monierte der oberste hessische Datenschützer. Die digitale Pinnwand könne nur auf schulischen Rechnern unproblematisch genutzt werden. „Werden private Geräte eingesetzt, ist eine datenschutzkonforme Anwendung kaum mehr möglich.“

Mit einer digitalen Pinnwand kann eine Klasse beispielsweise in Echtzeit gemeinsam Videos anschauen, Texte schreiben, Sprachnachrichten versenden oder andere Informationen austauschen. dpa

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