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Missbrauchsverdacht gegen Trainer: Ermittlungen dauern an

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Im Fall des ehemaligen Jugendtrainers des hessischen Fußball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden, der wegen des Verdachts der Vergewaltigung von Minderjährigen in Untersuchungshaft sitzt, laufen die Ermittlungen weiter. Der 34-jährige selbst hatte nach seiner Festnahme zu den Vorwürfen geschwiegen, wie eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Mittwoch sagte.

Wiesbaden/Frankfurt - Er habe die Gelegenheit gehabt, sich vor dem Haftrichter zu äußern, dies aber nicht wahrgenommen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit Juni gegen den Mann, der in Verdacht steht, zwischen 2007 und 2014 in mindestens zwei Fällen Schutzbefohlene sexuell missbraucht zu haben. Später wurden dann noch weitere neue Fälle bekannt. Auf dem Mobiltelefon des ehemaligen Trainers fanden die Ermittler Videosequenzen, „die zeigen, wie er sich an mehreren Tagen im Oktober 2021 an mutmaßlich schlafenden oder bewusstlosen minderjährigen Jungen sexuell vergeht“. Diese Taten fanden in der Wohnung des Verdächtigen statt, wie die Sprecherin sagte.

Unklar ist weiterhin, ob es sich bei den Opfern um Jugendspieler des Vereins handelt. Ihre Identifizierung dauere an, hieß es. Bei einer Verurteilung droht dem 34-Jährigen laut Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe zwischen zwei und 15 Jahren.

Der SV Wehen Wiesbaden hatte den Mann nach Bekanntwerden der Vorwürfe sofort freigestellt und dann fristlos entlassen. Der Verein betonte, vollumfänglich mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten. dpa

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