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Mit Messer Hals aufgeschnitten: Fünf Jahre Haft

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Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Er schnitt seinem Opfer plötzlich den Hals auf: Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht Frankfurt einen 27 Jahre alten Mann zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Richter ließen aber am Dienstag den ursprünglichen Vorwurf des Mordversuchs aus rechtlichen Gründen fallen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Frankfurt/Main - Zwischen dem 27-Jährigen und seinem gleichaltrigen Bekannten war es im Dezember 2021 zum Streit gekommen, nachdem der Freund den Angeklagten aufgefordert hatte, sich eine neue Bleibe zu suchen. Dieser war einige Wochen zuvor in der Wohnung in der Frankfurter Nordweststadt vorübergehend untergekommen.

Ohne Vorwarnung erhob sich der Angeklagte vom Sofa, drückte den Kopf des erheblich angetrunkenen Mannes zur Seite und zog das Messer mehrere Zentimeter über den Hals. Durch Glück blieb die Halsschlagader unverletzt. Anschließend flüchtete der Mann aus der Wohnung.

In dem Prozess hatte der Angeklagte umfassend gestanden und sich bei dem Opfer entschuldigt. Weil auch er zur Tatzeit unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden hatte, ging die Schwurgerichtskammer von einer eingeschränkten Schuldfähigkeit aus. Die Strafe fiel damit niedriger aus als die von der Staatsanwaltschaft geforderte Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren. dpa

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