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Mit Tempo 130 Unfall mit Todesopfer: Hohe Geldstrafe

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Justitia
Vor einem Landgericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. © Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Weil er mit stark überhöhter Geschwindigkeit einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hat, ist ein 25-Jähriger am Dienstag vom Amtsgericht Frankfurt zu 23.400 Euro Geldstrafe (180 Tagessätze) verurteilt worden. Zusätzlich verhängte das Gericht ein Fahrverbot von sechs Monaten.

Frankfurt - Der Unfall hatte sich im Juni 2020 auf einer Landstraße bei Karben (Wetteraukreis) ereignet. Der Angeklagte war auf der Vorfahrtsstraße mit 130 Stundenkilometern unterwegs - erlaubt war lediglich Tempo 70. An einer Straßeneinmündung kollidierte das Fahrzeug mit einem anderen Auto. In diesem Wagen wurde ein 16-Jähriger von der Rückbank durch das Fenster auf einen Acker geschleudert und starb. Infolge einer schmerzhaften Wunde hatte er zuvor den Sicherheitsgurt gelöst. (AZ 3490 Js 204866/21)

Vor Gericht räumte der 25-Jährige ein, den Unfall verursacht zu haben. Ein Sachverständiger kam zu dem Ergebnis, dass der Zusammenstoß bei Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit vermieden worden wäre. Strafmildernd wurde der Umstand gewertet, dass der 25-Jährige seit dem Vorfall ohne Zwischenfälle am Autoverkehr teilgenommen habe. Eine Führerscheinsperre sei vor diesem Hintergrund nicht verhältnismäßig.

Der Staatsanwalt hatte wegen fahrlässiger Tötung eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren und eine Sperre gefordert. Er kündigte Berufung an. Die Verteidigung hatte ohne konkrete Höhe eine Geldstrafe gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. dpa

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