+
Ein Schild verbietet Bier und Wein - viele Menschen verzichten in der Fastenzeit auf Alkohol. (Symbolfoto)

Fasten nach Fastnacht

Mittwoch beginnt die Fastenzeit: Hessische Promis geben Tipps zum Durchhalten

Die Fastenzeit steht bevor. Auch Persönlichkeiten aus Hessen machen mit. Sie haben etwa der süßen Verführung von Schokolade und anderen Leckereien den Kampf angesagt. Im Einsatz gegen Pfunde ist dagegen eine frühere Eiskunstlauf-Königin bereits ganz erfolgreich.

Frankfurt - Fasten kennt mittlerweile viele Formen. Längst ist es auch bei unreligiösen Menschen zur Tradition geworden. Einfach mal eine Zeit lang Verzicht üben. Zum Beispiel auf Genussmittel wie Süßigkeiten oder Alkohol. Der Deutschen Presse-Agentur verrieten einige Prominente aus Hessen in einer Umfrage, ob sie mitmachen in der Fastenzeit, worauf sie verzichten und welche Tipps sie fürs Durchhalten haben.

Die ehemalige Eiskunstläuferin Marika Kilius

Der ehemalige Eiskunstlauf-Star Marika Kilius (75) schwört auf eine tägliche Fastenzeit. "16 Stunden am Tag esse ich gar nichts und im Verlauf der übrigen acht Stunden was ich will", erklärt sie das Intervallfasten. Das Resultat: Die Pfunde purzeln nur so. "Und ohne, dass ich mich großartig anstrengen muss. Ich habe auch nicht mehr diese Heißhunger-Attacken", freut sie sich. "Früher durfte ich nicht mal an Kuchenessen denken - mittlerweile kein Problem. Jetzt bin ich bei Kleidergröße 36/38 angelangt. Aber zu dünn darf ich auch nicht werden." Das Intervallfasten durchzuhalten und nicht dem inneren Schweinehund zu erliegen - damit hat die disziplinierte Ex-Eiskunstläuferin, die in den 1960er Jahren ihre größten Erfolge feierte, kein Probleme. "Den inneren Schweinehund habe ich früher schon täglich bearbeitet. Der tut mir nix mehr."

Gemüse als Alternative zu Süßigkeiten

Moderatorin Bärbel Schäfer (55) fastet nicht aus religiösen Gründen. Aber: "Ich verzichte 2019 auf Süßigkeiten." Speiseeis spart sie dabei aus. Darauf könne sie niemals verzichten, verrät sie. Schäfer weiß auch: "Es fällt mir schwer in Stress-Situationen auf die "süße" Nervennahrung zu verzichten." Als Tipp zum Durchhalten nennt sie: "Alternativ lege ich mir geschnittenes, rohes Gemüse neben den Computer, wenn der Endspurt für mein aktuelles Buch ansteht."

Bischof Martin Hein (65), Oberhaupt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, sagt: "In diesem Jahr werde ich auf Süßigkeiten verzichten. Zwar soll Schokolade glücklich machen, aber es wird immer deutlicher, wie schädlich Zucker ist." Zucker, der sich in so vielen Lebensmitteln verstecke, könne als Gesundheitsgefährdung inzwischen mit dem Alkohol verglichen werden. "Abends verspüre ich manchmal einen regelrechten Heißhunger auf Schokolade. Da gilt es, dieser Versuchung auch mal zu widerstehen."

Leichter fällt es mit der Unterstützung anderer

Hein hat schon "ganz unterschiedliche Fastenerfahrungen" gemacht: "Dabei empfinde ich es als eine Chance, in jedem Jahr eine neue Herausforderung anzugehen." Er muss aber auch gestehen: "Ich habe noch nie wirklich Freude beim Fasten erlebt. Aber das ist ja der Sinn der Sache: bewusst auf etwas verzichten, bei dem es schwer fällt. Da sind Disziplin und Konsequenz gefragt. Leichter fällt es natürlich, wenn die Menschen, die davon wissen, mich unterstützen." Niemals verzichten könne er hingegen auf das Internet: "Dazu stehe ich. Ich informiere mich gern so umfassend und aktuell wie möglich. Zudem eröffnet das Internet Wege weltweiter Kommunikation, die für mich einen hohen Stellenwert haben."

Mirko Reeh wird nach der Fastenzeit dicker als vorher

Fernseh-Koch Mirko Reeh (42) verrät: "Ich verzichte eigentlich nicht in der Fastenzeit. Mir fällt es sehr schwer, auf etwas zu verzichten. Ich esse gerne. Daher ist mein innerer Schweinehund immer größer." Auf Nudeln könne er zum Beispiel niemals verzichten. Er habe früher schon häufiger Fastenzeiten mitgemacht. "Meistens bin ich danach dann aber immer dickerer geworden als vorher."

TV-Moderator Holger Weinert (67) räumt ein: "Gerade, wenn es Frühling wird, ist mir ganz und gar nicht auf Verzicht: im Gegenteil." Das Fasten sei eine im Grunde merkwürdige Erfindung im Kirchenjahr. Er habe aber nichts dagegen. Er selbst hat auch schon gefastet. Verzicht zu üben, findet er ganz gut: "Ich habe schon oft auf Luxus verzichtet. Den finde ich häufig überflüssig. Allerdings waren meine Eltern Schwaben. Da muss ich mich vor einem hüten: Geiz."

Zehn Kilo mit Trennkost abnehmen

Wenn es um's Essen geht, hat Weinert aber einen hartnäckigen Feind: "Den sogenannten inneren Schweinehund kennt jeder. Ich habe aber immer viel Verständnis für mich selber. Das Leben ist schwer genug." Wenn es aber mal zu viel und er zu füllig wird, setzt er auf Trennkost. Das Ergebnis: "Zehn Kilo in drei Monaten sind passabel. Natürlich gefällt einem so ein Ergebnis." (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare