Gesprengter Geldautomat
+
Ein gesprengter Geldautomat.

Mutmaßlicher Automatensprenger in U-Haft

Wegen der Sprengung eines Geldautomaten in Idstein (Rheingau-Taunus-Kreis) ist ein dringend verdächtiger Mann aus den Niederlanden nach Hessen ausgeliefert worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag in Frankfurt mitteilte, handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 21-Jährigen, der Ende September in Belgien aufgrund eines europäischen Haftbefehls festgenommen wurde.

Frankfurt - Die Anklagebehörde hatte zuvor erfolgreich einen Auslieferungsantrag gestellt, wie es weiter hieß. Nach der Ankunft in Hessen sei er am 8. Oktober in Untersuchungshaft gekommen.

In diesem Ermittlungsverfahren sei - ebenfalls in den Niederlanden - ein 17 Jahre alter Mann aufgrund eines Europäischen Haftbefehls festgenommen worden. Die Entscheidung der dortigen Behörden über die Auslieferung stehe indes noch aus.

Die beiden Beschuldigten sollen einer Bande angehören, deren Mitglieder in der Nacht vom 15. auf den 16. Januar einen Geldautomaten in einem Idsteiner Supermarkt aufgesprengt haben sollen. Dabei sollen sie Kassetten mit Geld in Höhe von über 100.000 Euro gestohlen haben. „Bei den Beschuldigten soll es sich um Angehörige einer Tätergruppierung aus dem Deliktsbereich der organisierten Kriminalität in den Niederlanden handeln“, heißt es weiter von der Generalstaatsanwaltschaft.

In Hessen gab es den Angaben zufolge 2021 bisher 15 vollendete und 21 versuchte Sprengungen von Geldautomaten. Dabei soll ein Betrag von mehr als 1,7 Millionen Euro erbeutet worden sein. Der an den Liegenschaften entstandene Schaden liegt bei über 1,6 Millionen Euro, heißt es von der Frankfurter Anklagebehörde. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare