Justitia
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Eine Figur der blinden Justitia.

Mutter verletzt Kind mit Messer: Psychiatrische Klinik

Nachdem sie ihren sieben Monate alten Sohn mit einem Messer lebensgefährlich am Hals verletzt hat, muss eine Mutter in eine geschlossene psychiatrische Klinik. Vom Vorwurf des versuchten Totschlags wurde die 43-Jährige am Donnerstag vom Landgericht Darmstadt wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen. „Diese Erkrankung birgt die Gefahr, dass es wieder passiert“, sagte der Vorsitzende Richter Jens Aßling in der Urteilsbegründung.

Darmstadt - Sie müsse vor einer Entlassung therapiert werden.

Die geständige Frau aus Bensheim hatte Ende Februar nach dem Aufstehen erst ihr Kind und dann sich selbst mit Messerschnitten schwer verletzt. Der 65 Jahre alte Ehemann entwaffnete seine Frau. Die Mutter kam wegen ihrer Verletzungen erst in ein Krankenhaus und dann in Untersuchungshaft, wo eine psychische Erkrankung festgestellt wurde.

Mit dem Urteil folgte das Gericht dem psychiatrischen Gutachter und der Verteidigung. Der Gutachter hatte bei der Mutter eine schon länger vorhandene Depression festgestellt, zu der eine Psychose mit Stimmenhören und einem „diffusen paranoiden Wahnerleben“ gekommen sei. Die Staatsanwaltschaft hatte hingegen auf zwei Jahre und vier Monate Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung plädiert. Aus Sicht des Anklägers hat die Ingenieurin auf ihre Depression aufmerksam machen wollen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie Revision einlegt. dpa

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