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Naas soll FDP-Spitzenkandidat im Landtagswahlkampf werden

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Vor rund drei Jahren zog Stefan Naas für die FDP in den Landtag ein. Nun soll er seine Partei in den Wahlkampf zur nächsten Landtagswahl führen. Dabei benennt er schon mal einen klaren Themenschwerpunkt. Gegen wen Naas antreten wird, steht noch nicht überall fest.

Wiesbaden - Die Hessen-FDP will mit dem Landtagsabgeordneten Stefan Naas als Spitzenkandidat in den Wahlkampf für die Landtagswahl 2023 ziehen. Das kündigte die Landesvorsitzende, Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger, am Mittwoch in Wiesbaden an. Der Landesvorstand habe Naas einstimmig vorgeschlagen. Der 48-Jährige aus Steinbach im Hochtaunuskreis sei ein erfolgreicher Landes- und Kommunalpolitiker. Stark-Watzinger bekräftigte, die Liberalen wollten an der nächsten Landesregierung beteiligt sein.

Bei der CDU wird aller Voraussicht nach Ministerpräsident und Landesparteichef Boris Rhein die Kandidatenliste zur Landtagswahl anführen. Auch Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat bereits seine Bereitschaft erklärt, für das Amt des Ministerpräsidenten zu kandidieren. Offen ist dagegen noch, ob die SPD-Landesvorsitzende, Bundesinnenministerin Nancy Faeser, Spitzenkandidatin zur Landtagswahl werden will.

Grünen-Fraktionschef Mathias Wagner bekräftigte im Interview des Regionalmagazins „17:30 Sat.1 Live“ für Hessen und Rheinland-Pfalz, dass Al-Wazir Spitzenkandidat der Partei bei der anstehenden Landtagswahl sein werde. Bei seiner Ankündigung auf dem Parteitag Mitte Juni habe es extrem großen Beifall gegeben. „Insofern jeden Respekt vor den Gremien und vor der formalen Beschlussfassung, aber bei uns ist klar, wer in die nächste Landtagswahl geht“, betonte Wagner. „Ist ja nicht bei jeder Partei so.“

Naas erklärte, der Wirtschaft und Infrastruktur einen höheren Stellenwert geben zu wollen. „Dafür braucht es einen klaren marktwirtschaftlichen Kompass statt Ideologien“, sagte der frühere Bürgermeister seiner Heimatstadt. Außerdem stehe er für Chancengleichheit in der Bildung und eine stärkere Digitalisierung. Das Wahlziel der Liberalen sei, so stark zu werden, „dass es ohne uns nicht geht“. Zu möglichen Wunschpartnern bei einer Koalition treffe er noch keine Aussage.

Naas war 1992 in die FDP eingetreten und ist die seitdem kommunalpolitisch aktiv. Der gelernte Bankkaufmann studierte Jura und arbeitete unter anderem im hessischen Wirtschaftsministerium. Seit 2019 sitzt er im Landtag und ist unter anderem wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Naas hat eine Tochter. Die FDP hatte bei der zurückliegenden Landtagswahl 2018 mit dem Spitzenkandidaten René Rock 7,5 Prozent der Wählerstimmen bekommen. dpa

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