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Nach Weggang von Modemesse: Frankfurt setzt auf Fashion Week

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Nach dem Weggang der Modemesse Premium setzt Frankfurt dieses Jahr auf eine Fashion Week. Bei der Modewoche vom 20. bis zum 26. Juni seien in ganz Frankfurt mehr als 100 Veranstaltungen geplant, sagte die Frankfurter Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) am Dienstag. So soll unter anderem die regionale Mode- und Designszene gefördert werden.

Frankfurt/Main - Dazu gehören Modeschauen von jungen sowie bereits etablierten Designern aus dem Rhein-Main-Gebiet auch an ungewöhnlichen Orten wie dem Karmeliterkloster oder der Börse. Der Frankfurter Designer Samuel Gärtner wird nach eigenen Angaben „eine bunte und farbenfrohe Kollektion“ bei Sonnenuntergang auf der Fußgängerbrücke Eiserner Steg präsentieren. Die neue Kollektion der Mainzer Modedesignerin Anja Gockel wird auf einer Hotelterrasse von Tänzern und Akrobaten vorgeführt, wie sie berichtete.

Die Stadt Frankfurt unterstützt die Veranstaltung mit 750 000 Euro. Zu ihren konkreten wirtschaftlichen Erwartungen machte sie keine Angaben, auch eine erhoffte Besucherzahl nannte sie nicht. Zudem steht noch nicht fest, ob die „Frankfurt Fashion Week“ einmalig oder regelmäßig veranstaltet werden soll.

Im Mittelpunkt soll das Thema „Nachhaltigkeit“ stehen. Auch werden parallel die „Fair Fashion Days“ veranstaltet, in der sich nicht mit schicken Styles, sondern mit dem Arbeitsalltag in der Textilbranche beschäftigt wird. So wird ein Film gezeigt, der die Geschichte einer jungen Bengalin in einer Nähfabrik erzählt, eine Künstlerin stellt das Thema Kinderarbeit dar. Zudem wird eine Kleidertauschparty geboten.

Die Modemesse Premium hatte Anfang dieses Jahres bekanntgegeben, dass sie von Frankfurt zurück nach Berlin geht. Erst 2020 war sie in die Mainmetropole gezogen, coronabedingt wurde sie dort jedoch nie wie geplant veranstaltet. Statt großer Messen und vieler glamouröser Runways gab es lediglich digitale Angebote, Ausstellungen und vereinzelte Shows. dpa

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