Justitia
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Eine Figur der blinden Justitia.

Nachbarn mit Stachelwalze angegriffen: Angeklagter gesteht

Mit einem Geständnis des Beschuldigten hat am Freitag vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess um eine blutige Attacke mit einer Stachelwalze und einem Fleischhammer begonnen. Der 75 Jahre alte Angeklagte räumte vor der Schwurgerichtskammer ein, im November vergangenen Jahres den fünf Jahre jüngeren Mitbewohner im Treppenhaus des Mietshauses in Frankfurt-Sachsenhausen geschlagen zu haben.

Frankfurt/Main - Die Staatsanwaltschaft wertet den Vorfall rechtlich als versuchten Heimtückemord, hat sich jedoch bereits im Vorfeld für die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus ausgesprochen. Der mutmaßliche Täter gilt als schizophren und damit schuldunfähig. (Aktenzeichen 3390 Js 202952/21)

Ursache für die Spannungen in dem Wohnhaus war die Vorstellung des 75-Jährigen, ständig diversen Betrahlungen ausgesetzt zu sein. Als Urheber dieser Gefahren wähnte er dabei den später Verletzten und dessen Ehefrau. Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres kam es deshalb zu einem Zwischenfall, bei dem der Mann die Wohnungstüre der Nachbarn zertrümmerte. Vor Gericht räumte der Rentner beide Vorwürfe ein und entschuldigte sich bei den Nachbarn. Nach der Attacke mit der Stachelwalze war er vorläufig in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden. Die Schwurgerichtskammer hat bislang drei weitere Verhandlungstermine bis Mitte November anberaumt. dpa

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