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Priska Hinz, Umweltministerin in Hessen (Bündnis 90/Die Grünen).

Naturschutzkampagne: Lebensraum im Offenland im Mittelpunkt

Damit in Hessen auch Platz bleibt für Hamster, Blaukehlchen und Ackerkräuter, hat Umweltministerin Priska Hinz eine Naturschutzkampagne initiiert.

Damit in Hessen auch Platz bleibt für Hamster, Blaukehlchen und Ackerkräuter, hat Umweltministerin Priska Hinz eine Naturschutzkampagne initiiert. Das Programm umfasst zehn Punkte, die sich vor allem um den Lebensraum von Tieren und Pflanzen auf Feldern und Wiesen drehen, wie die Grünen-Politkerin am Montag in Wiesbaden erläuterte. Der Artenschwund sei im Offenland nach wie vor ein großes Problem, im Wald sehe es etwas besser aus, sagte sie.

Die Kampagne wird von einer Mitmachaktion begleitet, bei der zum Auftakt der Vogelschutz im Mittelpunkt steht. Alle Menschen in Hessen seien dazu aufgerufen, ihren Lieblingsvogel zu fotografieren, zu filmen oder zu zeichnen, sagte Katrin Jurisch vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). „Es geht darum, sich für das zu begeistern, das man sieht und es zu dokumentieren.”

Nur rund 40 Prozent der 190 hessischen Brutvögelarten seien einer Studie zufolge nicht gefährdet, erklärte Jurisch. Auf der roten Liste ständen unter anderem der Steinkauz und der Weißstorch.

Nach Angaben des Ministeriums stehen in diesem Jahr 17,6 Millionen Euro für den Naturschutz im Land bereit, im kommenden Jahr 19 Millionen Euro. Das Geld fließt unter anderem in den Amphibienschutz, in die Renaturierung von Quellen und in den Schutz von Blühwiesen.

(dpa)

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