Wolfsburgs bisheriger Trainer Oliver Glasner geht über den Platz
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Wolfsburgs bisheriger Trainer Oliver Glasner geht über den Platz.

Neu-Trainer Glasner will Eintracht noch besser machen

Eintracht Frankfurt steht vor einer spannenden Saison. Nach dem Weggang von Trainer Hütter und Sportvorstand Bobic lenkt ein neues Führungsduo die Geschicke der Hessen. Der Blick geht weiter nach oben.

Frankfurt/Main - Oliver Glasner kam ganz leger im weißen T-Shirt zu seiner offiziellen Vorstellung bei Eintracht Frankfurt. Knapp eine Stunde lang plauderte der neue Trainer der Hessen am Dienstag locker und aufgeräumt über die bevorstehende Saison in der Fußball-Bundesliga, in der Glasner mit dem Europa-League-Starter an seine zuletzt erfolgreiche Arbeit beim VfL Wolfsburg anknüpfen will.

„Ich habe Bock darauf, hier etwas auf die Beine zu stellen und erfolgreich Fußball spielen zu lassen“, betonte der 46 Jahre alte Österreicher und blickte voller Enthusiasmus auf den Trainingsauftakt am Donnerstag voraus: „Es freut mich, dass es endlich losgeht. Jetzt ist wieder Fußball pur.“

Auf konkrete sportliche Ziele wollte sich der frühere Profi zwar (noch) nicht festlegen, klare inhaltliche Vorstellungen bringt er aber schon mit an den Main. „Ganz wichtig wird sein: wie treten wir auf, wie spielen wir. Wir wollen die Spieler besser machen und ihnen etwas mitgeben, von dem sie in ihrer Karriere profitieren“, sagte Glasner. „Dadurch wachsen wir auch als Mannschaft. Dann kannst du auch mal verlieren.“

Damit dies in der Spielzeit 2021/22 nicht zu häufig vorkommt, will Glasner die erfolgreiche Arbeit seines zu Borussia Mönchengladbach gewechselten Vorgängers Adi Hütter fortsetzen und einige Dinge möglichst noch besser machen als sein Landsmann, mit dem er sich unlängst im Urlaub auf einen „netten Plausch“ getroffen hatte. „Wir wollen die Kreativität und Unberechenbarkeit beibehalten, aber mehr Balance in die Defensivabsicherung hereinbringen und den Laden öfter mal dicht halten“, verkündete er die Marschroute.

So wie in der Vorsaison bei den Wolfsburgern, die mit 37 Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga stellten und 14 Partien zu Null spielten. Kompaktheit und Kampfkraft stellen für den Familienvater ein hohes Gut dar. Sportvorstand Markus Krösche ist daher optimistisch, dass die Eintracht bereit ist für den nächsten Schritt. „Oliver Glasner ist jemand, der sehr gut zu uns passt. Er kann Spieler weiterentwickeln, lässt offensiven Fußball spielen. Seine Mannschaften agieren mutig. Das ist das, was wir in Frankfurt brauchen“, sagte Krösche über den Trainer.

Einen großen personellen Umbruch erwartet Glasner beim Vorjahresfünften nicht. „Der Kader sieht sehr gut aus. Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen, hungrigen Spielern. Da werden wir nicht allzu viel ändern und kaum auf dem Transfermarkt aktiv sein“, sagte er. „Die Mannschaft hat über einen längeren Zeitraum auf hohem Niveau gespielt. Viele Spieler sind im besten Fußballeralter.“

Wie die Fans hofft auch Glasner, dass Leistungsträger wie Filip Kostic oder André Silva gehalten werden können. „Wir kämpfen um diese Spieler, die außergewöhnlich und wichtig sind“, betonte er. Seine Hoffnung: „Sie wissen, dass sie bei einem ambitionierten Club und hier sehr gut aufgehoben sind.“ Bis zum Ende der Transferperiode Anfang September könne man aber nichts ausschließen.

Momentan liegt sein Fokus aber auf dem Start in die Saisonvorbereitung, bei der alle EM-Fahrer fehlen werden. Sie sind entweder im Urlaub oder - wie der Schweizer Steven Zuber - noch im Turnier dabei. Trotzdem will Glasner keine Zeit verschwenden: „Wir legen jetzt mit hoher Intensität los. Ich freue mich, die Spieler dann nach und nach kennenzulernen.“ dpa

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