Mordprozess

Neuansetzung von Hanauer Mordprozess: Frau auf Anklagebank

Ein Mordprozess wird heute am Landgericht Hanau neu aufgerollt. Angeklagt war zunächst nur ein 52-jähriger Mann unter dem Vorwurf, seinen Schwager im September 2013 in Hanau durch eine geschlossene

Ein Mordprozess wird heute am Landgericht Hanau neu aufgerollt. Angeklagt war zunächst nur ein 52-jähriger Mann unter dem Vorwurf, seinen Schwager im September 2013 in Hanau durch eine geschlossene Wohnungstür wegen Erb- und Familienstreitigkeiten erschossen zu haben. Doch im Verlauf des im November 2016 gestarteten Prozesses rückte zunehmend auch die Lebensgefährtin des Angeklagten in den Fokus der Staatsanwaltschaft. Sie wurde während des Prozesses als Zeugin im Gerichtssaal festgenommen. Nun muss sie sich wegen gemeinschaftlichen Mordes an der Seite des 52-Jährigen verantworten.

Der 52-Jährige Mann wird in der Prozess-Vorschau des Gerichts als „planender und tatprofitierender Hintermann” beschrieben. Er soll die Waffe besorgt und verwahrt haben. Die 30-jährige Frau soll zum Wohnhaus des Opfers gefahren sein und den Mann am späten Abend des 7. Septembers 2013 erschossen haben. Vier Schüsse wurden durch die verglaste Eingangstür abgefeuert, zwei davon trafen das Opfer im Bauch. Der Mann verblutete. Die Auswertung von Handydaten führte die Ermittler auf die Spur der Frau. Der 52-Jährige bestreitet, die Schüsse abgefeuert zu haben.

(dpa)

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