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Neue Lehrerstellen für geflüchtete Kinder und Ganztag

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Hessischer Kultusminister Lorz
Alexander Lorz sitzt in einem Klassenraum. © Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Der hessische Bildungsetat soll mit dem Doppelhaushalt 2023/2024 erstmals die Grenze von fünf Milliarden Euro übersteigen. Es sind unter anderem mehrere Tausend neue Lehrerstellen eingeplant.

Wiesbaden - Die geplanten neuen Lehrerstellen in Hessen sollen vorrangig für den Unterricht von zugewanderten und geflüchteten Kindern etwa aus der Ukraine sowie den Ausbau von Ganztagsangeboten eingesetzt werden. Die zusätzlichen Stellen seien zudem für die durch mehr Geburten gestiegenen Schülerzahlen sowie für die sozialpädagogische Unterstützung im Unterricht eingeplant, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Montag in Wiesbaden. Die hessische Landesregierung will in den kommenden beiden Jahren insgesamt 4000 neue Stellen für Lehrkräfte schaffen.

Mit dem Doppelhaushalt 2023/2024 übersteige der Bildungsetat erstmals in der Geschichte Hessens die Grenze von fünf Milliarden Euro, erklärte der Kultusminister. Im Haushaltsjahr 2023 werde sich die Summe auf rund 4,9 Milliarden Euro belaufen. Das seien 96 Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr. 2024 liege der Etat dann bei 5,1 Milliarden Euro. „Von 2019 bis 2024 steigen die Bildungsausgaben damit um mehr als eine Milliarde Euro“, betonte Lorz. Die Verabschiedung des Doppelhaushalts im hessischen Landtag ist für Anfang nächsten Jahres vorgesehen.

Auch wenn die Corona-Pandemie diesen Herbst bislang an den Schulen eine kleinere Rolle spielt als erwartet, rechnet der Minister nach eigenen Worten mit einem höheren Krankenstand in den kommenden Monaten. Die Ausfälle würden voraussichtlich ein anderes Ausmaß erreichen, als in den Jahren vor der Pandemie, sagte Lorz. Dies liege nicht nur an Corona-Erkrankungen, sondern auch daran, dass viele andere Infekte unterwegs seien.

Lorz erläuterte, dass laut Einschätzung von Experten das Immunsystem vieler Menschen derzeit nicht so trainiert sei, da in den zurückliegenden Wintern viel Maske getragen wurde. Bei den Vertretungsstunden für kranke Kollegen müssten voraussichtlich häufig Kräfte eingesetzt werden, die keine voll ausgebildeten Lehrer sind. dpa

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